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Lokales Skandinavische Kälte ist auf dem Weg nach Leipzig – Schneeverwehungen im Erzgebirge
Leipzig Lokales Skandinavische Kälte ist auf dem Weg nach Leipzig – Schneeverwehungen im Erzgebirge
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18:49 03.01.2017
Rauchende Schornsteine in Leipzig. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Wer skandinavische Kälte bevorzugt, muss in den kommenden Tagen nicht in den hohen Norden reisen. Der Frost erreicht im Schlepptau von Tief Axel vorübergehend auch die Messestadt. „Axel führt über die Ostsee und das Baltikum kalte Luft bis zu uns und bringt zum Teil auch viel Wind mit“, sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am kommenden Freitag fällt das Quecksilber sogar weit in den Minusbereich hinein.

Nach milden Temperaturen über dem Gefrierpunkt am Dienstag und Mittwoch wird es am Donnerstag mit bis zu -3 Grad schon vergleichsweise frostig und glatt. „Vor allem am Morgen sollten Autofahrer besonders aufpassen“, so Hain. In der Nacht zum Freitag erreicht der skandinavische Frost dann vollends die Messestadt. „Am Freitagmorgen wird es sehr kalt – in Leipzig -10 bis -12 Grad, um Umland sogar -15 Grad“, prognostiziert der DWD-Experte. Auch am Samstag bleibt es ähnlich frostig, am Sonntag hat das Frieren dann aber bereits wieder ein Ende. In der Folge klettert das Quecksilber vorerst wieder dauerhaft über den Nullpunkt.

Schneegrenze sinkt auf bis zu 400 Meter

Wer angesichts der nahenden Kälte auf mehr Schnee für Leipzig gehofft hat, wird wohl enttäuscht werden. Am Dienstag und Mittwoch ist viel Regen angesagt, wird es matschig und ungemütlich. Am Donnerstag geht das Nass in leichte Schneefälle über, mehr als ein bis zwei Zentimeter weiße Pracht werden aber kaum auf die Stadt herniedergehen. Dafür muss mit Sturmböen gerechnet werden und Windstärke acht – das bedeutet Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde.

Viel Wind gibt es auch in anderen Teilen Sachsens: im Erzgebirge muss laut DWD sogar mit Orkanböen und Windstärke zwölf gerechnet werden. Dort stauen sich ab Mittwoch die aus dem Norden heranziehenden Wolken. Die Folge: Bis Donnerstagnachmittag fallen im Erzgebirge rund 30 Zentimeter Schnee, teilweise sind sogar Höhen bis 50 Zentimeter möglich. Die Schneegrenze kann auf bis zu 400 Meter abfallen.

Orkanböen und starker Schneefall, für DWD-Experte Torsten Lene sind Schneeverwehungen damit vorprogrammiert. „Das sind schon extreme Wetterbedingungen“, so Lene. Unter anderem für den Erzgebirgskreis und den Kreis Mittelsachsen bestehen deshalb bis vorerst Mittwoch 18 Uhr Unwetterwarnungen.

Noch winterlicher wird es in Deutschland höchstens am Alpenrand. „Dort kann bis Donnerstag sogar bis zu einem Meter Schnee fallen“, prognostiziert der Wetterexperte.

Von mpu/luc

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