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Skulpturen im Zoo: Erbe verklagt die Stadt Leipzig

Kunst von Max Klinger Skulpturen im Zoo: Erbe verklagt die Stadt Leipzig

Jetzt geht der Streit vor Gericht: Der Sohn des früheren Zoo-Direktors, Johannes Gebbing, verklagt die Stadt Leipzig. Es geht um eine Figur von Max Klinger.

„Der Athlet“ von Max Klinger.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Im Streit um wertvolle Skulpturen im Zoo Leipzig hat der Sohn eines früheren Zoo-Direktors die Stadt verklagt. Johannes Gebbing verlangt die Herausgabe der Bronzeskulpturen, die sein gleichnamiger Vater als Direktor des Leipziger Zoos 1928 und 1932 gekauft und dem Tierpark seinerzeit nur geliehen haben soll. Die Figuren stehen bis heute im Zoo Leipzig. Die Stadt geht davon aus, dass die Skulpturen ihr - und nicht dem Erben des einstigen Zoo-Direktors - gehören.

Am vorigen Freitag sei die Klage eingereicht worden, teilte Gebbings Anwalt Hannes Hartung am Montag mit. Ein Sprecher des Landgerichts Leipzig bestätigte den Eingang der Klage. Aus „prozessökonomischen Gründen“ verlangt Gebbing konkret die Rückgabe der Figur „Der Athlet“ von Max Klinger. Den Streitwert bezifferte er auf mehr als 100 000 Euro. Sollte er vor Gericht Recht bekommen, gehe er davon aus, dass die Stadt Leipzig auch die drei anderen Skulpturen zurückgibt, heißt es in der Klageschrift.

Johannes Gebbing senior war von 1909 bis 1934 Direktor des Leipziger Zoos. Sein Sohn will erst 2015, nach dem Tod seines älteren Bruders, von den Skulpturen im Zoo erfahren haben. Er habe im Nachlass Unterlagen gefunden, die bewiesen, dass die Kunstwerke nur Leihgaben gewesen seien.

Die Stadt Leipzig sieht den Fall ganz anders: „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Skulpturen im Eigentum der Stadt sind“, teilte ein Sprecher mit. Dementsprechend schlug die Verwaltung auch ein Angebot Gebbings aus. Er hatte „als großes Entgegenkommen“ vorgeschlagen, der Stadt die „Jasongruppe“ von Walter Lenck zu schenken und ihr die übrigen Figuren für 250 000 Euro zu verkaufen.

LVZ

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