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So schütze ich Haustiere vor Kälte

So schütze ich Haustiere vor Kälte

In der kalten Jahreszeit möchte jeder verantwortungsbewusste Halter seine tierischen Lieblinge vor Kälte und Frost schützen. Die meisten Tiere vertragen Kälte besser, als die Besitzer denken.

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Katzen im Schnee

Quelle: Mario Jahn

Dennoch müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit die Tiere gut durch den Winter kommen. Hier Tipps von Michael Sperlich, Geschäftsführer beim Ersten Freien Tierschutzverein Leipzig und Umgebung.

Hunde

Ihr dickes Winterfell schützt Hunde in der Regel ausreichend vor Kälte. Bei gesunden Hunden reicht deshalb das Fell als natürlicher Wärmeschutz für die täglichen Spaziergänge aus. Bei einem kranken Tier oder Rassen mit sehr kurzem Fell ohne Unterwolle ist ein Hundemantel oder -pullover sinnvoll und oft notwendig. Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Bekleidung das Tier in seiner Bewegung nicht einschränkt.

Winterschuhe oder -socken halte ich für nicht geeinigt, da die Pfoten sensible Tastorgane sind und die Bewegung der Tiere eingeschränkt wird. Deshalb diese bitte nur benutzen, wenn es tierärztlich angeordnet wurde. Vor dem Gassigehen schützt das sanfte Einreiben mit Melkfett oder Vaseline die empfindlichen Pfoten. Nach jedem Spaziergang müssen sie wieder mit warmem Wasser von Streusalz befreit werden.

Hunde toben und bewegen sich gern im Winter, oft sogar lieber als im heißen Sommer. Bei kalten Temperaturen sind mehrere kürzere Gassi-Runden aber eher zu empfehlen als ein langer Spaziergang. Wichtig ist, in Bewegung zu bleiben - das langsame Bummeln über den Weihnachtsmarkt sollte man Hunden deshalb ersparen, zumal solche Veranstaltungen für Hunde ohnehin mit erheblichem Stress verbunden sind.

Für viele Hunde ist Schnee auch eine "kulinarische" Verlockung. Hier sollten Halter aufpassen, denn die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger und Schadstoffe - beispielsweise im Streusalz - können zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen.

Katzen

Viele Katzen mit Zugang ins Freie bleiben gerne im Warmen, wenn es draußen kalt ist. Sie sollten daher idealerweise jederzeit selbstständig wieder zurück ins Haus gelangen können und auch draußen einen warmen und geschützten Rückzugsort haben. Nachdem die Katzen außer Haus waren, die Pfoten untersuchen und von Streusalz befreien. Über Nacht sollten Katzen, wenn möglich, im Gebäude bleiben.

Um Durchfall und Erbrechen zu vermeiden, dürfen Katzen nicht zu viel Schnee fressen. Wenn nasse Katzen es mögen, können sie mit einem Handtuch trocken gerieben werden. Viele Tiere lecken sich aber auch selbst trocken. Katzen sollten nicht die Pfoten mit Pflegefett eingerieben bekommen, sie würden es sofort wieder ablecken.

Hat eine Katze einen Lieblingsplatz im Haus, muss dieser vor Zugluft geschützt sein. Viele Katzen reagieren sonst empfindlich, holen sich einen Schnupfen. Eine frierende Katze erkennt man daran, dass sie versucht, eng zusammengerollt ihre Körperwärme zu halten.

Kleine Heimtiere

Tiere reagieren generell empfindlich auf Zugluft. Das gilt für Meerschweinchen genauso wie für Ratten, Wellensittiche und Co.. Schutz vor Zugluft geben bei Vögeln zum Beispiel dreiseitig geschlossene Haltungseinrichtungen, bei Kleintieren Rückzugsmöglichkeiten, eine gute Strukturierung und Position des Geheges - also nicht direkt vor dem Fenster und nicht im Luftzug zwischen zwei Türen. Kaninchen und Meerschweinchen können nur dann ganzjährig draußen bleiben, wenn sie frühzeitig, spätestens seit Sommer an Außentemperaturen gewöhnt sind. Sofern die Tiere bislang im Haus lebten, dürfen sie jetzt auf keinen Fall mehr in eine Außenhaltung gebracht werden!

Um die Tiere vor Kälte zu schützen, muss in ihrem Gehege ein gut isoliertes Schlafhaus stehen, das mit Stroh oder Heu zu polstern und stets trocken zu halten ist. Vorsicht: Sind die Tiere feuchter Kälte ausgesetzt, kann dies lebensbedrohlich für sie sein. Halter sollten darauf achten, vereistes Wasser in den Futterstellen regelmäßig durch lauwarmes zu ersetzen und Vitamin-C-reiches Grünzeug anzubieten (wie Broccoli). Auch sollten die Tiere zur Bewegung animiert werden. Kranke Tiere dürfen den Winter nicht draußen verbringen, ältere und dünne Tiere müssen beobachtet und gegebenenfalls hereingeholt werden. Meerschweinchen kann man im Winter das Trinkwasser mit Vitamin C anreichern. Tiere, die in der Wohnung leben, leiden oft unter der Heizungsluft. Damit ihre Schleimhäute nicht austrocknen, helfen Luftbefeuchter, Wasserschälchen oder Grünpflanzen im Raum. Beim Lüften bitte auf Zugluft achten.

Vögel

Kanarienvögel und Wellensittiche können ganzjährig in der Außenvoliere bleiben. Dies aber nur dann, wenn den Tieren ein angebautes Schutzhaus zur Verfügung steht und die Volieren frostfrei gehalten werden - beispielsweise durch wärmegedämmte Wände und eine Heizanlage.

Fische

Goldfische können draußen überwintern, wenn der Teich mindestens 80 Zentimeter tief ist. Vor Wintereinbruch muss er gründlich gereinigt sowie von Laub und abgestorbenen Pflanzen befreit werden. Wasserpflanzen und Schilf sollten stehenbleiben, da sie wichtig für den Gasaustausch sind. Auch die ausreichende Sauerstoffzufuhr muss gewährleistet sein, daher darf der Teich nie ganz zufrieren. Dafür kann einfach ein Bündel Stroh in den Teich gestellt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2013

Michael Sperlich

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