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Leipzig Lokales So schützen sich Leipziger Kleingärtner vor Einbrüchen
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14:53 17.11.2017
In Kleingärten in Leipzig wird immer wieder eingebrochen. Einige Vereine sichern deswegen ihre Anlage. Quelle: Leipzig Report
Leipzig

Dreißig Jahre hatte Günter Mayer einen Kleingarten in Leipzig – eingebrochen wurde in dieser Zeit in seine Laube nie. Da hatte er Glück, sagt er. Vor drei Jahren hat er seine Parzelle im Kleingartenverein Brandts Aue im Leipziger Norden aufgegeben. Mit Gärten befasst er sich im weitesten Sinn noch immer: Mayer ist Leiter der Arbeitsgruppe „Sicherheit in Kleingärten“ des Kommunalen Präventionsrates der Stadt Leipzig. Seit 2013 unterstützt die Stadt mit jährlich insgesamt 30.000 Euro Vereine, die ihre Kleingartenanlagen durch technische Präventionsmittel wie Alarmanlagen sicherer machen wollen. “Das hilft den Vereinen kolossal“, sagt Mayer.

Für das kommende Jahr seien 13 Anträge eingegangen, erzählt sein Kollege Robby Müller, Vorsitzender des Leipziger Stadtverbands der Kleingärtner. Seit 2013 hätten 30 der 270 Leipziger Kleingartenvereine finanzielle Unterstützung für technische Präventionsmittel bekommen. Überwachungskameras werden nicht gefördert, ebenso wenig können Kleingärtner Geld für den Schutz einzelner Parzellen beantragen.

Die Zahl der Einbrüche nimmt ab

Im Winter, wenn es früh dunkel wird und in den Anlagen wenig los ist, passiert besonders viel. „Jetzt haben wir einbruchstechnisch wieder ein bisschen Saison“, so drückt Mayer es aus. 2016 wurden in den 39 500 Leipziger Kleingartenparzellen knapp 1500 Straftaten registriert. Früher waren es mehr: „1993 hatten wir um die 3000 Vorfälle, vor zehn Jahren etwa 2000“, sagt Mayer. 1994 entstand deswegen eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei, Stadt, dem Leipziger Stadtverband der Kleingärtner und anderen Partnern wie dem Ordnungsdienst. „Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich Müller, auch, wenn er sich sicher ist, dass die Dunkelziffer der Vorfälle höher liegt.

Jeder sollte seine Augen offen halten

Das größte Problem ist reine Beschaffungskriminalität. Werkzeug, Fernseher - „auch, wenn sich fast niemand einen wirklich teuren Fernseher in seine Laube stellt“ - und alles, was sich sonst verkaufen lässt, werde am meisten geklaut, sagt Mayer. Dagegen, dass Diebe erst gar nicht in Versuchung kommen, arbeitet er mit seinen Kollegen unter anderem mit gemeinsamen Begehungen der Anlagen an. „Hier geht es darum, straftatbegünstigende Unzulänglichkeiten zu erkennen und zu beseitigen“, erklärt Mayer. Zum Beispiel, wenn Kleingärtner ihre Leiter außen an der Laube befestigen und so den Einstieg übers Dach erleichtern. „Kein Werkzeug wie Rasenmäher draußen stehen lassen, keine großen, gut sichtbaren Fernsehantennen anbringen“, zählt Mayer weiter auf, was Kleingärtner beachten sollten.

Denn auch, wenn der alte Fernseher nicht so teuer war: „Ein hoher Sachschaden entsteht auf jeden Fall.“ Er rate ohnehin immer, nichts Wertvolles in der Laube zu lassen und die Parzelle ordentlich zu verschließen. „Und jeder sollte mit offenen Augen durch seine Anlage laufen.“

Von Sophie Aschenbrenner

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