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So soll der Herzliya-Platz in Leipzig künftig aussehen

Davidstern am Clara-Zetkin-Park So soll der Herzliya-Platz in Leipzig künftig aussehen

Der Herzliya-Platz im Leipziger Musikviertel bekommt 2018 ein neues Gesicht. Sechs Hecken, die an einen Davidstern erinnern, sollen in der Mitte des Kreisverkehrs am Clara-Zetkin-Park gepflanzt werden. So sieht es der nun gekürte Siegerentwurf vor.

Der Siegerentwurf von Ingo Andreas Wolf für den Herzliyaplatz in Leipzig: Ein Davidstern aus Hecken soll künftig auf dem Kreisverkehr an der Karl-Tauchnitz-Straße wachsen und gedeihen.

Quelle: Stadt Leipzig

Leipzig. „Mit dem ausgewählten Entwurf verhält es sich so, wie mit den deutsch-israelischen Beziehungen“, fand Jurymitglied Tsach Saar nach der Kür des Siegers. „Beides muss gehegt und gepflegt werden“, so der Kulturattaché der Israelischen Botschaft in Berlin. Ein Platz mit sternförmig angepflanzten Hecken, die an einen Davidstern erinnern, soll künftig die Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Herzliya im Musikviertel symbolisieren. 2018 erfolgt der Umbau, wie die Stadt am Freitag mitteilte.

Der Entwurf des Leipzigers Ingo Andreas Wolf ging bei dem Gestaltungswettbewerb für den Herzliya-Platz, dem vielbefahrenen Kreisverkehr an der Karl-Tauchnitz-Straße, als Sieger hervor. Das Preisgericht entschied sich bei seiner Sitzung am Donnerstag für den namenlosen Entwurf, der sich unter 110 Einreichungen von 133 Teilnehmern durchsetzen konnte. Die Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und der 90.000 Einwohner zählenden Mittelmeerstadt in Israel, die etwa 15 Kilometer nördlich von Tel Aviv liegt, besteht seit 2011. Im Juli 2015 war der bis dahin namenlose Kreisverkehr in Herzliya-Platz umbenannt worden.

Davidstern lässt sich aus der Luft erkennen

Wolfs Plan sieht vor, dass auf der Innenfläche des Kreisverkehrs sechs dreieckige Hecken in einer Höhe zwischen 80 Zentimeter und 1,40 Meter gepflanzt werden. Von oben lasse sich ein „leicht verschränkter Sternplatz erkennen“, der den Ort im Stadtplan und auf Online-Karten mit symbolischem Bezug auf die Partnerstadt markiere, schrieb der Gestalter in seiner Entwurfsbeschreibung. So sei die Wahrnehmung über digitale Kanäle – beispielsweise durch Google Maps – auch in Herzliya möglich, lobte das Preisgericht. Zudem werde „das Wachstum und die dauerhaft notwendige Pflege der Heckenpflanzung als sinnhaftes Symbol der Städtepartnerschaft begriffen und gewürdigt“. Für den Umbau stehen nach Angaben des Kulturamts 50.000 Euro zur Verfügung.

Das sind die Siegerentwürfe für den Herzliyaplatz an der Karl-Tauchnitz-Straße in Leipzig.

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Auf Platz zwei landete der Entwurf „under construction“ von Holger Beisitzer aus Berlin, der einen drei Meter hohen Betonsockel mit Gerüststangen auf dem Platz vorsah. Die vier Meter hohen Gestänge sollten – jeweils mit der Rückseite zueinander – die Städtenamen Herzliya und Leipzig darstellen und so „den nie abzuschließenden Prozess des Auf- und Ausbaues, den eine lebendige Städtepartnerschaft benötigt“ symbolisieren, lobte das Preisgericht. Dritter Preisträger wurde „Herzliya streetsigns“ von Anne Hille aus Starkow/Velgast (Mecklenburg-Vorpommern). Hier sollten rund 25 Straßennamen aus Herzliya mit Geschichten von Bürgern auf Schildern in hebräischer und lateinischer Schrift auf dem gesamten Platz verteilt werden.

Entwürfe kamen auch aus Argentinien und der Ukraine

Der im vergangenen Jahr gestartete Wettbewerb war auf großes internationales Interesse gestoßen. Einreichungen aus 13 Ländern, darunter Argentinien, Bulgarien, Norwegen, Ukraine und Weißrussland, waren beim Kulturamt der Stadt eingegangen. Ziel war dabei, „eine künstlerische Arbeit zu finden, die das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger Leipzigs für die junge Städtepartnerschaft stärkt“, wie es hieß. Fünf der eingereichten Vorschläge hatte das Preisgericht in einer ersten Runde im Januar ausgewählt und zur Weiterentwicklung in der zweiten Stufe empfohlen. Alle fünf Werke werden zur Jüdischen Woche vom 16. bis 30. Juni 2017 im Neuen Rathaus ausgestellt.

Der Jury gehörten neben dem Vorsitzenden Prof. Dr. Marcus Köhler vom Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden sowie Tsach Saar auch Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke), die Kuratorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig Julia Schäfer und die Leipziger Künstlerin Enne Haehnle an.

Von Robert Nößler

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