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Leipzig Lokales So viele Boote wie noch nie an den Schleusen in Connewitz und Cospuden
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00:17 19.11.2016
Die Schleusenwärter Uwe Eckelmann, Volodymyr Sasin, Falko Wessel und Wladimir Niederquell vom Bürgerdienst LE an der „Rekordschleuse“ in Connewitz.  Quelle: André Kempner
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 Kein Fünf-Sterne-Sommer, zeitige Sommerferien und – jährlich grüßt das Murmeltier – die Beachtung der Eisvogel-Brutzeit am Floßgraben: Ein neuer Allzeitrekord an den beiden Schleusen in Connewitz und Cospuden war angesichts der objektiven Umstände bei Paddlern und Bootsfahrern zwischen dem Stadthafen und dem Cospudener See kaum zu erwarten. Doch es kam anders. Bei über 23 000 Booten in der gerade abgelaufenen Saison ging der bisherige Rekord aus dem Jahr 2014 im wahrsten Sinne des Wortes baden. Gut 3000 Schiffchen mehr (+15 Prozent) nutzten den Zahlen aus dem Amt für Stadtgrün und Gewässer zufolge die Schleusen. Das sind im besten Monat (Juli) fast 190 Boote pro Tag.

Eine genaue Begründung für das starke diesjährige Ergebnis kann Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) nicht liefern. „Es ist eher als das Zusammenwirken mehrerer Faktoren zu erklären“, so Rosenthal. Zu nennen seien da die Erhöhung des Bekanntheitsgrads des Leipziger Neuseenlandes, die steigenden Wasserwanderangebote der Vereine und die Bedeutung des Themas Gesundheit.

„Eine weitere Erklärung könnte die Sicherheit für die Bootsverleiher bezüglich der Nutzung des Floßgrabens sein“, so der Umweltbürgermeister. Seit 2016 bestehe eine klare Festlegung zur Nutzung für die nächsten Jahre. Damit können geführte Touren mit Planungssicherheit angeboten werden. Die ziemlich konstante respektive rückläufige Motorbootnutzung sei wohl mit den wenigen Zulassungen zu erklären.

Schleuse Connewitz: Neuer Allzeitrekord! Im Vergleich zu den dieses Jahr über 16 000 geschleusten Booten bedeutet das Vorjahresergebnis (knapp 11 000) fast ein Drittel weniger. Bester Monat in der abgelaufenen Saison war der Juli.

Fisch-Kanu-Pass Connewitz: Ebenso Allzeitrekord! Die Anzahl der Nutzungen der „Bootsrutsche“ gleich neben der Schleuse schnellte auf über 6300 – knapp zehn Prozent mehr als im 2015.

Schleuse Cospuden: Diese Schleuse verfehlte mit etwa 7400 Booten den Vorjahreswert, ganz zu schweigen vom Rekordjahr 2012, als hier gut 10 000 Wasserfahrzeuge abgefertigt wurden.

Motorboote: Die Anzahl ist im Vergleich zum Vorjahr minimal gestiegen. In Connewitz wurden in der gesamten Zeit rund 450 Boote mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb sowie Fahrgastschiffe registriert, in Cospuden gut 30. Damit knackte deren Gesamtanteil gerade so die Zwei-Prozent-Marke. In Connewitz wurden lediglich drei Boote mit Verbrennungsmotor registriert, in Cospuden 16.

Interessantes: Paddeln scheint weiterhin keine besonders beliebte Freizeitbeschäftigung für Kinder zu sein. Nur gut zwölf Prozent der über 56 000 registrierten Personen in den Booten – 10 000 mehr als im Vorjahr – zählten zum Nachwuchs. Prozentual die meisten wurden im August in Connewitz mit gut 16 Prozent ermittelt – der Bestwert in Cospuden lag im Oktober bei knapp einem Viertel.

Sonstiges: Mit fast 900 Booten wurde noch einmal knapp ein Drittel mehr als beim vorjährigen Rekordaufkommen per Hand umgesetzt. Ebenso ist der Informationsbedarf weiterhin hoch. Die Anzahl der Service- und Infogespräche durch den Bürgerdienst LE stieg um ein Drittel. Fast 75 000 Mal waren die Helfer – je vier im Schichtdienst an beiden Schleusen – bei Nutzern und Besuchern gefragt. Darüber hinaus verteilten sie fast 8000 Mal Infobroschüren an interessierte Paddler und Spaziergänger.

www.gewaesserverbund.info

Von Martin Pelzl

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