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Lokales Sollte Sachsen den Ladenschluss neu regeln?
Leipzig Lokales Sollte Sachsen den Ladenschluss neu regeln?
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23:27 06.07.2016
Sollte Sachsen den Ladenschluss für Spätis neu regeln? Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Wenn die Spätverkaufsstellen schon um 22 Uhr schließen müssen, dann machen sie heutzutage eigentlich keinen richtigen Sinn mehr. Denn in Sachsen darf mittlerweile jedes Geschäft montags bis sonnabends zwischen 6 und 22 Uhr öffnen. Die LVZ fragte deshalb gestern bei den fünf Fraktionen im Dresdner Landtag nach, ob es im Freistaat großzügigere Öffnungszeitenregelungen für Spätis geben sollte. Hier die Meinungen der Fraktionen, die reagiert haben:

Ronald Pohle (CDU), handwerkspolitischer Sprecher:

Ronald Pohle (CDU) Quelle: privat

„Wir brauchen in Sachsen kein neues Ladenschlussgesetz. Die Öffnungszeiten bis 22 Uhr sind völlig ausreichend. Wie viel Umsatz würde denn danach noch gemacht? Eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten ginge nur zu Lasten der Mitarbeiter. Wir brauchen ein Geländer, das den Menschen Ruhezeiten garantiert.“

André Schollbach (Linke), Sprecher für Kommunalpolitik:

André Schollbach (Linke)

 „Wir lehnen eine generelle Freigabe der Ladenöffnungszeiten ab, denn der weitgehenden Kommerzialisierung unserer Gesellschaft müssen Grenzen gesetzt werden. Für Spätshops, die lediglich ein begrenztes Sortiment und nur eine geringe Ladenfläche haben, sollten jedoch Ausnahmen gemacht werden. Denn diese Shops sind seit Langem Teil des bunten Nachtlebens in den Großstädten.“

Gerd Lippold (Grüne), Sprecher fürWirtschaftspolitik:

Gerd Lippold (Grüne) Quelle: dpa

„Wir befürworten die Beibehaltung der generellen Regelung, dass Verkaufsstellen an Werktagen von 6 bis 22 Uhr geöffnet sein können. Für Spätverkaufsstellen befürworten wir aber großzügigere Öffnungszeitenregelungen. Sie sind aus Sicht des Tourismus gerade in City-Bereichen und Kiezen, wo beispielsweise Schwerpunkte der Gastronomie liegen, sinnvoll. Es hilft niemandem, solchen, meist kleinen und inhabergeführten Geschäften die Geschäftsbasis zu entziehen. Gewinner wären vor allem die Tankstellen der Ketten von Mineralölkonzernen.“

K.S.

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