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Lokales Sommer-Trendsport: Kubber treffen sich in Leipzig zu Mitteldeutschlands größtem Turnier
Leipzig Lokales Sommer-Trendsport: Kubber treffen sich in Leipzig zu Mitteldeutschlands größtem Turnier
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21:51 26.05.2011
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Leipzig

Am Wochenende steigt im Johannapark Mitteldeutschlands größtes Kubb-Turnier– auch Neugierige können mitmachen.

Sobald die Sonne scheint und das Thermometer steigt, packt Matthias Hoelke seine Holzstöcke ein. Meist trifft er sich dann mit Freunden zum Training im Johannapark. „Kubb ist geistiger Hochgenuss vereint mit körperlicher Anstrengung“, versucht der Wahl-Leipziger die Faszination seines Hobbys zu erklären. „Für die meisten sieht es aus, als würden wir nur mit Holzstöcken herumwerfen. Aber es steckt eine Menge Taktik dahinter“, so der 31-Jährige, der schon seit zehn Jahren von dem auch als Wikingerschach bekannten Wurf-Spiel begeistert ist.

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Rund 100 Kubber im Johannapark erwartet

Am Samstag organisiert Hoelke zusammen mit Rüdiger Scholz und Frank Neustadt bereits die 4. Leipziger Völkerschlacht – das größte Turnier dieser Art in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Rund hundert Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie aus Tschechien, der Schweiz und den Niederlanden werden von 10 bis 17 Uhr im Johannapark erwartet. „Kubbios“, „Kubba Libre“ oder „Kubbings“ heißen die rund 30 antretenden Teams. „Es wird wieder ein großes Familienfest. Jeder, der mitmachen will, kann sich noch bis Samstag kurz vor dem Turnier anmelden“, sagt Hoelke. Aber auch Zuschauer sind herzlich willkommen – der Eintritt ist frei.

Erstmals geht es an diesem Wochenende in Leipzig auch um die Sächsische Meisterschaft der Kubber – dafür werden die Ergebnisse des Turniers mit denen eines zweiten Wettkampfs am Sonntag in Dresden zusammengerechnet. Wer am beiden Tagen die beste Wurf-Hand beweist, darf sich die Kubb-Krone im Freistaat aufsetzen. Gespielt wird jeweils im Turnier-Modus mit Hin- und Rückspielen in der Gruppenphase. „Jedes Team kommt also mindestens acht Mal zum Zug“, so Turnier-Chef Hoelke, der mit seiner Mannschaft „Schwedisches Bettenlager“ um die Titelverteidigung kämpft.

Fotos vom Leipziger Kubb-Turnier 2010:

Einfach erklärt, geht es beim Kubb darum, mit Stock-Würfen auf einem abgesteckten Spielfeld Holzklötze zu treffen und anschließend den in der Mitte stehenden König zu Fall zu bringen. Zwei Dreierteams treten dabei rundenweise gegeneinander an. Vor allem Studenten gehören zu den Fans der neuen Trendsportart, die vor einigen Jahren aus Skandinavien nach Deutschland importiert wurde. Teuer ist der Freiluftsport nicht: Ein professionelles Spiele-Set kostet rund 30 Euro. „Und das hält dann auch mehrere Jahre“, meint der Leipziger Kubb-Koordinator.

In Leipzig schätzt Hoelke die Zahl der Kubber auf mehrere Hundert, vielleicht aber auch über Tausend. „Die meisten können mit dem Namen Kubb zwar erst mal nichts anfangen. Aber wenn man ihnen dann sagt, es geht um das Spiel, bei dem die Leute mit Holzklötzen werfen, haben es fast alle schon mal gesehen oder gespielt.“

Mehr Infos zum Turnier gibt es unter www.kubb-leipzig.de

Robert Nößler

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