Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Sommerhitze: Leipzigs Seen bieten nur noch begrenzt Abkühlung
Leipzig Lokales Sommerhitze: Leipzigs Seen bieten nur noch begrenzt Abkühlung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:07 14.07.2010
Anzeige
Leipzig

Wie Kathleen Schaaf vom Tourismusverein Leipziger Neuseenland am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, beträgt die Wassertemperatur im Cospudener und im Kulkwitzer See derzeit 27 Grad, im Markkleeberger See 26 Grad. Am besten erfrischt da noch ein Bad im Schladitzer See bei aktuell 24 Grad.

Die Wasserqualität sei gut, sagte Ingrid Möller vom Gesundheitsamt der Stadt. Die Behörde nimmt gemäß der EU-Badegewässerrichtlinie im Vier-Wochen-Rhythmus Wasserproben direkt an den Badestellen und misst die Sichttiefe. „Wir waren vor zwei Wochen im Einsatz. Da war alles in Ordnung", so Möller. Dass sie und ihre Mitarbeiter gerade an heißen Tagen, an denen sich besonders viele Badewillige an den Stränden tummeln, nicht häufiger kontrollieren, begründet sie mit den gesetzlichen Vorgaben und finanziellen Zwängen. „Die Betreiber der Seen müssen die Tests bezahlen. Und da plant jeder sein Budget natürlich im Rahmen der geltenden Bestimmungen. Und die sehen Tests aller vier Wochen vor."

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_3269]

Klar sei, so Ingrid Möller, dass die Wasserqualität durch die hohen Temperaturen und vor allem die starke Nutzung nicht besser werde. „Allerdings gilt hier ganz besonders: Jeder Einzelne trägt Verantwortung für die Qualität des Wassers, in dem er baden will. Die Leute sollten die Seen nicht als Toilette missbrauchen und entstandenen Müll einsammeln und ordnungsgemäß entsorgen."

Angst, dass die großen Badeseen „kippen", müssen die Leipziger indes nicht haben. „Der Kulkwitzer und der Cospudener See sind um die 50 Meter tief. Da ist eine ordentliche Durchmischung des Wassers gewährleistet", erklärte Ingrid Möller. Die Gefahr von vermehrter Algenbildung bestehe eher bei flachen Gewässern. „Da handelt es sich dann aber auch nicht um offizielle Badestellen." Gesundheitliche Gefahren können dort nicht ausgeschlossen werden.

Bad im Tagebausee kann lebensgefährlich sein

Gefahr droht auch beim Baden in den einladend wirkenden Tagebausee, die sich noch in der Flutung befinden. Konkret trifft das auf den Störmthaler sowie den Zwenkauer See zu. „Beide haben ihren Wasserendstand noch nicht erreicht", sagte Annelies Weigert von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft GmbH (LMBV) am Mittwoch. Gerade die Uferzonen würden Gefahren bergen. Badende könnten außerdem an den nicht sichtbaren steilen Unterwasserkanten abrutschen und ertrinken. Erst nach Ende der Flutung, könne hier ohne Gefahr geschwommen werden.

„Am Störmthaler See patroulliert deshalb regelmäßig ein Sicherheitsdienst", so Annelies Weigert. „Am Zwenkauer See sehen die dort beschäftigten Arbeiter nach dem Rechten."

Antje Henselin-Rudolph

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Hitze der letzten Tage macht besonders älteren Menschen, Kleinkindern und chronisch Kranken zu schaffen. Viele Menschen klagen über Unwohlsein, Kreislaufprobleme, Schwindelgefühl und Kopf-schmerzen.

14.07.2010

Etwa sechs Stunden lang wurde gestern in London über den Gerichtsstand für die Spekulationsverträge der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) verhandelt. Am High Court of Justice saßen die Prozessbeteiligten der Richterin Elisabeth Gloster in vier Reihen gegenüber.

14.07.2010

Am Dienstag hat einer der wichtigsten Gerichtsprozesse in der jüngeren Geschichte der Stadt Leipzig begonnen. In London wird erstmals zu den geheimen Finanzdeals der früheren Wasserwerke-Geschäftsführer verhandelt, dabei geht es um 285,5 Millionen Euro.

13.07.2010
Anzeige