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Sonderschau im Leipziger Bundesverwaltungsgericht

120 Jahre Sonderschau im Leipziger Bundesverwaltungsgericht

Hohenzollernsuppe, Truthahn und Zanderschnitte – das wurde den Gästen beim Festakt serviert, der am 26. Oktober 1895 über die Bühne ging. Die Rede ist vom Reichsgerichtsgebäude, das dieser Tage seinen 120. Geburtstag feiert.

Das Bundesverwaltungsgericht befindet sich 2002 in Leipzig
 

Quelle: LVZ

Leipzig.  Hohenzollernsuppe, Truthahn und Zanderschnitte – das wurde den Gästen beim Festakt serviert, der am 26. Oktober 1895 über die Bühne ging. Die Rede ist vom Reichsgerichtsgebäude, das dieser Tage seinen 120. Geburtstag feiert. Eine kleine Tafelausstellung im repräsentativen Foyer des heutigen Bundesverwaltungsgerichts erinnert daran und schickt die Besucher des Hauses auf eine kleine, aber spannende Zeitreise durch die deutsche Geschichte. Dass das Reichsgericht nach Leipzig kommt, darauf verständigten sich Bundesrat und Reichstag bereits am 11. April 1877. Gegründet wurde es 1879. Der 120. Geburtstag bezieht sich auf das von den beiden Architekten Ludwig Hoffmann (1852-1932) und Peter Dybwad (1859-1921) entworfene Gebäude, das am 26. Oktober 1895 eingeweiht wurde. Natürlich in Anwesenheit des Kaisers Wilhelm II., der als Geschenk eine Büste von sich überreichte.

Die kleine Schau listet markante Ereignisse auf, die in diesem Gebäude stattfanden. So prägten sich zahlreiche Strafprozesse ins Gedächtnis ein, die die nationale und internationale Öffentlichkeit bewegten. Dazu gehören ebenso das Hochverratsverfahren gegen Karl Liebknecht (1907), der Ulmer Reichswehrprozess (1930) sowie der Reichstagsbrandprozess (1933). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Reichsgericht am 8. Oktober 1945 aufgelöst. Der Prachtbau war schwer zerstört worden, 336 der 358 Räume nicht mehr nutzbar. Nach dem schrittweisen Wiederaufbau wurde das Gebäude von unterschiedlichen Institutionen genutzt. Seit 1952 trug es den Namen „Georgi-Dimitroff-Museum“, beherbergte neben dem  Museum der Bildenden Künste das Institut für Länderkunde, das Sächsische Staatsarchiv und Synchronstudios der DEFA. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erlebte das Haus sein Comeback als Gerichtsgebäude. Ab 1998 aufwändig saniert, restauriert und umgebaut, ist es seit dem 26. August 2002 Sitz des Bundesverwaltungsgerichts.

Bis 23. Dezember 2015 finden in der Kuppelhalle des Gerichtsgebäudes zwei Sonderausstellungen „120 Jahre Reichsgerichtsgebäude“ sowie „Die Reichsgerichtsbibliothek im Wandel der Zeit“ statt. Diese können montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besichtigt werden. Eintritt frei.

Von Mathias Orbeck

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