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Lokales Sozialreport: Leipzig wird jünger und bunter, Senioren brauchen mehr finanzielle Hilfen
Leipzig Lokales Sozialreport: Leipzig wird jünger und bunter, Senioren brauchen mehr finanzielle Hilfen
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19:57 30.07.2013
In Leipzig wurden 2011 76 Babies mehr geboren, als im Vorjahr. Quelle: dpa
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Leipzig

Besonderes Augenmerk legten die Autoren im aktuellen Bericht auf das Thema Altersarmut.

Wie die Zahlen zeigen, wird Leipzig immer jünger. Zum einen stiegen die Geburtenzahlen: 5490 Kinder (76 mehr als im Vorjahr) wurden geboren. Aber auch immer mehr junge Menschen ziehen in die westsächsische Metropole. Von insgesamt 9.064 Menschen, die 2011 nach Leipzig zogen, waren 5.907 zwischen 18 und 25 Jahren alt. In dem Zusammenhang fiel auf, dass 61,6 Prozent aller Studierenden an den Hochschulen aus anderen Bundesländern und dem Ausland kamen.

Insgesamt konnte sich Leipzig über 7,2 Prozent (1.791) mehr Zuwanderer aus dem Ausland freuen. Ebenso stieg die Zahl der Deutschen mit Migrationshintergrund um 1.843 (11,6 Prozent) an. Insgesamt leben in der Stadt 44.000 Personen Migrationshintergrund, was einem Bevölkerungsanteil von 8,6 Prozent entspricht. Damit liegt der Anteil in Leipzig zwar höher als im ostdeutschen Schnitt (4,7 Prozent) aber immer noch weit unterhalb der Quote der gesamten Bundesrepublik von 19,5 Prozent.

Senioren und Kinder sind besonders von Armut betroffen

Rentner in Leipzig sind in vielen Fällen von Armut bedroht. Quelle: dpa

Auch wenn die Gesamtzahl der Senioren in Leipzig auf 145.300 stieg, so ging sie doch relativ betrachtet – durch Geburtenzuwachs und Zuwanderung – um 0,1 Prozentpunkte auf 27,3 Prozent zurück. Dennoch stiegen die Ausgaben, die die Stadt für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aufwenden musste um 1,2 Millionen Euro. Auch bei den Zuschüssen zur Pflege waren Mehrausgaben von 1,6 Millionen zu verzeichnen. Für viele Leipziger Rentner reicht ihre Rente also nicht zum Leben. Die Stadt geht davon aus, dass sich dieser Zustand in Zukunft gar noch verschlimmern wird.

Etwa jeder sechste Leipziger lebt in prekären Verhältnissen: 16 Prozent aller Einwohner gelten als relativ einkommensarm, sie verfügen nur über 60 Prozent des durchschnittlichen Äquivalenzeinkommens. Dabei hatte jeder Leipziger 2011 im Schnitt 1414 Euro im Monat zur Verfügung. Über 18 Prozent aller Leipziger (74.049) bezogen Leistungen wie Hartz IV. Besonders Kinder sind in der Stadt von Armut betroffen. Nahezu jedes dritte Kind unter 15 Jahren bezog Sozialgeld.

Der komplette Sozialreport 2012, mit Zahlen zu Bevölkerung, Einkommen, Familien, Jugend und Senioren, Bildung und Kitas sowie zum kommunalen Haushalt steht auf der Internetseite der Stadt zum Abruf bereit.

Johannes Angermann

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