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Lokales Sozialwerk-Kündigungen: Betroffene hoffen auf schnelle Lösung
Leipzig Lokales Sozialwerk-Kündigungen: Betroffene hoffen auf schnelle Lösung
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00:31 25.05.2018
Der Bauernhofkindergarten in Mölkau. gehört zu den Sozialwerk-Einrichtungen, deren Personal entlassen werden soll. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Im Bauernhofkindergarten passiert etwas. Im kleinen Brutkasten liegen acht Enten-Eier, die dieser Tage ausgebrütet werden. Ein Vorgang, der die Besonderheit der Einrichtung in Leipzig-Mölkau ausmacht – und symbolisch steht für die Entwicklung, die mit dem Träger zu tun hat: Verschiedene Seiten brüten etwas aus, nachdem das Sozialwerk den Angestellten von Bauernhofkindergarten, zwei weiteren Kindergärten sowie Autismusambulanz und Kindertagespflege die Kündigungen zum 31. Juli hat zukommen lassen (wir berichteten).

Demo vor dem Rathaus geplant

Zum einen gibt es Verhandlungen: Die Stadt Leipzig hat nach Bekanntwerden der Entlassungen Gespräche angekündigt, laut LVZ-Informationen soll es diese Woche einen Termin von Sozialwerk-Chef Heinrich Schnatmann im Rathaus geben. Um der Dringlichkeit einer Lösung Ausdruck zu geben, haben Eltern für Donnerstag um 10.30 Uhr eine Demo vor dem Neuen Rathaus angemeldet. Sie befürchten, dass die nahtlose Betreuung ihrer Kinder in Gefahr ist. Das Jugendamt versicherte bereits die Bemühungen, keine Lücke entstehen zu lassen.

Bauernhofkindergarten hat Wunschkandidat

Auf Verhandlungen setzt auch der Bauernhofkindergarten. „Elternrat, Erzieher und Förderverein haben sehr gute Gespräche mit dem Freien Kindergarten e. V. geführt“, berichtet die Leiterin Eva Heller. „Der ist an einer Übernahme interessiert.“ Nun hoffen die Beteiligten, dass die Stadt dem Wunschkandidaten den Zuschlag als neuen Träger gibt, derzeit läuft dazu eine Unterschriften-Aktion des Kindergartens.

Ein Treffen von Pädagogen und Eltern der involvierten Kindergärten hat Jürgen Kasek (Bündnis 90/Die Grünen) für Mittwoch um 18 Uhr im Werk 2 initiiert, nachdem er von Eltern um Unterstützung gebeten wurde. Ziel des Abends sei eine „Vernetzung der Betroffenen und das Glätten von Emotionen“, so der Anwalt, der auch rechtliche Hinweise zu den Kündigungen geben wird. Sowohl Kasek als auch der Bezirksverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft monieren die Kündigungsfrist bis Ende Juli, die dem Bürgerlichen Gesetzbuch widerspreche.

Es passiert einiges rund um die Causa Sozialwerk. Sehr bald ausgebrütet werden nicht nur die Enteneier in Mölkau sein.

Von Mark Daniel

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