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Lokales Sparkassen-Gebühren verunsichern Verbraucher
Leipzig Lokales Sparkassen-Gebühren verunsichern Verbraucher
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23:00 07.02.2016
Die Sparkasse Leipzig verändert ihre Kontomodelle. Für viele Kunden sind die neuen Tarife verwirrend. Quelle: Foto: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Wirbel um die neuen Kontomodelle der Sparkasse Leipzig. Seit das Geldinstitut für 1. April neue Tarife angekündigt hat, häufen sich bei der Verbraucherzentrale Sachsen die Anfragen. Dabei handelt es sich offenbar um einen Trend: In Zeiten niedriger Zinsen erhöhen immer mehr Sparkassen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ihre Kontoführungsgebühren – so beispielsweise die Sparkasse Döbeln, die Erzgebirgssparkasse oder auch die Sparkasse Altenburger Land. Nun zieht die Sparkasse Leipzig, zu deren Geschäftsgebiet neben Leipzig auch der ehemalige Landkreis Leipziger Land sowie der Kreis Nordsachsen gehören, nach.

Ab 1. April startet das Institut für seine 450 000 Privatgirokonten neue Konto-Modelle. Künftig wird es vier Varianten mit Grundgebühren zwischen 1,90 Euro und 11,90 Euro im Monat, unterschiedlichen Leistungen und unterschiedlichen Dispofreigrenzen geben – sowie eines für Schüler und Studenten. Wer sich falsch entscheidet, muss unter Umständen bis zu 1,99 Euro für eine Ein- oder Auszahlung an der Kasse bezahlen.

Sparkassen-Sprecher Frank Steinmeyer räumt ein, dass es „eine Menge Anfragen“ gäbe. Die Zahl der Kündigungen bewege sich jedoch lediglich im zweistelligen Bereich. Auch seien die Gebühren in den vergangenen acht Jahren stabil gehalten worden. In Zeiten höherer Zinsen konnten Kostensteigerungen noch leichter ausgeglichen werden. „Doch auch die Sparkasse Leipzig unterliegt dem Gebot der Wirtschaftlichkeit“, so Steinmeyer. Er verweist auf die unterschiedlichen Modelle und zusätzliche Leistungen wie Rückvergütung oder Boni bei Händlern. Außerdem biete die Sparkasse ihren Kunden 85 Filialen mit persönlicher Beratung. Er beobachte derzeit, dass auch Banken Kontoführungsgebühren einführten, die bisher darauf verzichtet hätten.

Die Verbraucherzentrale sieht sich veranlasst, am kommenden Mittwoch in Leipzig und Torgau Informationsveranstaltungen durchzuführen. Geschäftsführerin Andrea Heyer sagte, prinzipiell sei solchen Preiserhöhungen möglich, wenn sie rechtzeitig angekündigt werden und der Verbraucher Widerspruchsmöglichkeiten hat. „Ihm bleibt die Möglichkeit, seinen Bedarf und sein Nutzungsverhalten zu überprüfen, um zu sehen, ob er in den für ihn günstigsten Tarif eingeordnet wurde.“ Ansonsten helfe nur der Wechsel zu einer anderen Bank. „Es gibt nach wie vor Institute, die gar keine Kontoführungsgebühren verlangen.“ Diese nähmen dann an anderer Stelle Geld ein – beispielsweise im Kreditgeschäft. Seite 4

Von Roland Herold

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