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Lokales Spende von 28.000 Schülern - Leipziger Hilfsprojekt sammelt Gelder für Afrika
Leipzig Lokales Spende von 28.000 Schülern - Leipziger Hilfsprojekt sammelt Gelder für Afrika
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23:59 15.05.2014
Das gegenwärtige Krankenhaus im südmadagassischen Fotadrevo soll unter anderem ein neues Operationsgebäude mit zwei OP-Sälen erhalten. Quelle: Privat

Doch von Anfang an. Im Rahmen des Projekts der Sächsischen Jugendstiftung "Genialsozial - Deine Arbeit gegen Armut" tauschen jährlich Zehntausende für einen Tag die Schulbank gegen einen bezahlten Arbeitsplatz und verrichten Hilfstätigkeiten, für die im stressvollen Alltagsgeschäft oft keine Zeit ist. Der erarbeitete Lohn wird für ausgewählte humanitäre Projekte in ärmeren Ländern gespendet. Eine Schülerjury wählt dann die Empfänger aus.

"Ein Schülerparlament hat unseren Verein ,Ärzte für Madagaskar' gewählt, nachdem wir uns - wie diverse andere Hilfsprojekte - um das Geld beworben hatten", berichten die Vereinsmitglieder Margit und Julius Emmrich sowie Projektkoordinatorin Amanda Hecktor. Nach der feierlichen, im Evangelischen Schulzentrum erfolgten Vertragsunterzeichnung mit der Sächsischen Jugendstiftung in dieser Woche könnten nun 80 000 Euro "in den Bau neuer Krankenhausgebäude im armen, abgelegenen Dorf Fotadrevo in Madagaskar" fließen, freuen sich die Ehrenamtler riesig über die Zuwendung. Vor allem, weil "sich auch viele Leipziger Schulen beteiligt" hätten.

Der 2011 gegründete Verein entsendet seitdem internationale Ärzte für Hilfseinsätze und engagiert sich für die Fortbildung des ärztlichen und pflegerischen Personals vor Ort. Zudem sammeln die Mitglieder gebrauchsfähige medizinische Geräte und Verbrauchsmaterial und verschiffen es nach Madagaskar (die LVZ berichtete).

"Bereits im Frühjahr 2012 konnte unser madagassischer Partnerverein Elsonhanitra Madagascar Mission mit unserer Hilfe das kleine Krankenhaus Zoara in Fotadrevo in Süd-Madagaskar eröffnen", berichtet Hecktor. Die Klinik sei in gemieteten Räumlichkeiten einer ehemaligen Reismühle untergebracht. Aus dem vom Verein eingerichteten Nothilfefonds würden im Hopitaly Zoara dringend erforderliche Operationen für mittellose Patienten finanziert, denn eine öffentliche Krankenversicherung gebe es in diesem Land nicht.

"Die Krankenhausgröße ist aber nicht ausreichend, täglich kommen dutzende neue Patienten", so die Koordinatorin. Manche müssten im Freien behandelt werden, weil der Platz nicht reiche. Um so glücklicher sei man, dass mit dem Geld "ein neues Operationsgebäude mit zwei OP-Sälen sowie ein Personalwohn- und Versammlungshaus gebaut werden" könnten. Zeitgleich werden durch Privatspenden und diverse Stiftungen außerdem ein Lager- und Werkstattgebäude, eine Station mit 20 Betten sowie eine Toilettenanlage gebaut. Seit Dezember gebe es einen Brunnen mit Wasserturm und eine Solarpumpe.

www.aerzte-fuer-madagaskar.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2014

Pelzl, Martin

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