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Lokales Spitzen-Wechsel bei der Leipziger Diakonie: Jens Herzer folgt auf Martin Petzoldt
Leipzig Lokales Spitzen-Wechsel bei der Leipziger Diakonie: Jens Herzer folgt auf Martin Petzoldt
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23:59 11.11.2014
Leipzig

Herzer, Jahrgang 1963, studierte Theologie am Sprachenkonvikt in Berlin, der ehemaligen kirchlichen Hochschule der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. 1991 erfolgte die Ordination zum Pfarrer der Thüringer Landeskirche. Nach Promotion und Habilitation an der Berliner Humboldt Uni wurde er 1999 zum Professor auf den Lehrstuhl für Neues Testament an der Theologie-Fakultät der Universität Leipzig berufen.

Herzer war bereits seit Januar 2014 ständiger Gast im Verwaltungsrat der Leipziger Diakonie. Als Vorsitzender des Gremiums jetzt "sehe ich die wichtigste Aufgabe in der geistlichen und theologischen Begleitung der Arbeit des Werkes, die ich gern von meinem Vorgänger Martin Petzoldt übernehme, der sie seit 1991 besonnen und verantwortungsvoll ausgefüllt hat", so Herzer.

Ein ganz besonderer Schwerpunkt unserer Zeit gilt aus seiner Sicht der Frage, "wie die Betreuung und Pflege alter Menschen angesichts der nach wie vor schwierigen gesellschaftlichen Pflegesituation auf dem gegenwärtig hohen Niveau gehalten und aktuellen Problemstellungen gerecht werden kann". Personalmanagement und Personalentwicklung, so Herzer, seien hierbei Schlüsselbereiche. Darüber hinaus würden für sein Dafürhalten auch Beratungs- und Betreuungsdienste immer stärker an Bedeutung gewinnen.

Herzers Amtsvorgänger Professor Petzoldt stand seit der Neugründung des Diakonischen Werkes 1991 an dessen Verwaltungsratsspitze. "In seine Amtszeit fielen eine Reihe schwerwiegender Entscheidungen zur Strukturierung und Neuausrichtung diakonischer Arbeit nach der Wende", weiß Straßberger. Für Petzoldt sei "jederzeit wichtig" gewesen, dass "die Diakonie als Werk der Kirche mit christlicher Grundausrichtung gerade in einem zunehmend säkularen Umfeld erkennbar bleibt". Wofür dem inzwischen 68-Jährigen nicht zuletzt auch Missionsdirektor Pfarrer Christian Kreusel herzlich dankte.

Das Diakonische Werk ist nach eigenen Angaben der größte Wohlfahrtsverein in Leipzig. "Hier arbeiten rund 1000 Mitarbeiter in den Bereichen Alten- und Behindertenhilfe, in Beratungsstellen und Kindertagesstätten. Über 1000 Mitglieder, rund 450 Ehrenamtliche und zahlreiche Spender unterstützen die Arbeit des Vereins", sagt Straßberger. Der Verwaltungsrat selbst sei verantwortlich für die Inhalte der Tätigkeit des Vereins und beaufsichtigt dessen Arbeit, insbesondere des Vorstandes. Dem Rat gehören Repräsentanten des öffentlichen Lebens, Verantwortliche des Sozialbereichs, vor allem der Stadt, sowie ein Jurist und ein Betriebswirtschaftler an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2014

Raulien, Angelika

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