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Lokales Spitzenjobs für Frauen: Leipzig weit hinten
Leipzig Lokales Spitzenjobs für Frauen: Leipzig weit hinten
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14:33 19.05.2015
In Leipzigs Kommunalverwaltung und -politik noch selten: Frauen als Chef.

Die Stiftung hat gestern ein Ranking der 79 bundesdeutschen Großstädte veröffentlicht, das den Anteil von Frauen bei Ratsmandaten, Ausschussvorsitzen, Fraktionsvorsitzen, Dezernatsleitungen und in Oberbürgermeisterämtern im Jahr 2013 aufzeigt. In dieser Rangfolge ist Leipzig seit der letzten Studie im Jahr 2010 um 42 Punkte abgerutscht und gehört nun zum Schlussfeld: Die Messestadt ist auf Rang 68 von 79 gelandet. Im Osten hat nur Magdeburg noch schlechter abgeschnitten (Platz 79). Von den ostdeutschen Kommunen landeten Potsdam (Platz 3) und Rostock (Platz 5) weit vorne, Dresden konnte sich um 24 Punkte verbessern und liegt auf Platz 45 nun im Mittelfeld. Auch Gera, Cottbus, Chemnitz, Halle, Erfurt und Jena liegen vor Leipzig.

Warum ist Leipzig mit Frauen in kommunalen Führungspositionen so schlecht vertreten? Grünen-Stadträtin Katharina Krefft will darüber zur offiziellen Präsentation der Studie am 5. März ausführlich Stellung nehmen. "Ich glaube, dass andere Kommunen sich mehr angestrengt haben", erklärte sie bereits gestern gegenüber der LVZ. Zugleich sei es in der Leipziger Politik und Verwaltung schon immer schwierig gewesen, Frauen in ganz vorderen Positionen zu platzieren. Nach Kreffts Einschätzung genießt das Thema auch bei Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) keine besondere Priorität. In der zweiten Verwaltungsreihe hat die Politikerin in den vergangenen Jahren allerdings einen erhöhten Frauenanteil festgestellt, diese Ebene wurde aber in der Studie nicht berücksichtigt.

In den aktuellen Stadtrat seien wenig Frauen gewählt worden, konstatierte Krefft. Zugleich folgten auf Stadträtinnen, die während der laufenden Legislatur ausschieden, männliche Kollegen. Bedenklich findet Krefft vor allem die Entwicklung bei der CDU, die noch vor einigen Jahren viele engagierte Frauen im Stadtrat gehabt habe.

"Das Ranking offenbart das fühlbar männliche Leipzig", erklärt Krefft auf der Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Grünen-Politikerin sieht aber auch Fortschritte: "Nach 601 Jahren wählte die Universität ihre erste Rektorin. Auch die Hochschule für Technik, Wissenschaft und Kultur wurde zwei Jahre lang von einer Frau geleitet, ebenso die Hochschule für Grafik und Buchkunst." Krefft verweist zudem auf leitende Frauen in Arbeitsagentur und Jobcenter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2014
Björn Meine

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