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Lokales Sportlich: Hamburger radelt 500 Kilometer zur DreamHack nach Leipzig
Leipzig Lokales Sportlich: Hamburger radelt 500 Kilometer zur DreamHack nach Leipzig
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15:47 13.02.2019
Paul Borchers aus Hamburg ist mit dem Fahrrad unterwegs zur Dreamhack 2019 in Leipzig. Quelle: privat
Leipzig/Hamburg

Wenn an diesem Wochenende wahrscheinlich wieder mehr als 20.000 Gamer und Spielefans aus der ganzen Welt zur vierten Leipziger DreamHack pilgern, dann wird es einen unter ihnen geben, der wohl mit Fug und Recht behaupten kann, den anstrengendsten Weg hinter sich zu haben: Paul Borchers. Der 22-Jährige reist aus seiner Heimatstadt Hamburg an. Gestartet ist er bereits am vergangenen Samstag.

Der Grund für den frühen Aufbruch: Borchers ist mit dem Fahrrad unterwegs. In sechs Etappen bewältigt er rund 500 Kilometer entlang der Elbe, in seinen Gepäcktaschen hat er Kleidung, ein Zelt, einen Campingstuhl, Verpflegung und eine mobile Spielekonsole verstaut. „Fast 100 Kilo Systemgewicht – ich reise relativ luxuriös“, fasst der gelernte Elektroniker zusammen. Eigentlich wollte er sogar seinen PC mitnehmen. Der war dann aber doch ein wenig zu groß.

Auf Twitter dokumentiert Borchers seine Odyssee von der Hanse- bis in die Messestadt unter dem Hashtag „#DreamHaxodus“, berichtet dort von seinem Kampf mit dem Wetter, der Suche nach offenen Campingplätzen und Begegnungen mit freundlichen Dorfbewohnern. „Viele waren überrascht, dass so früh im Jahr jemand schon per Rad auf großer Tour unterwegs ist“, erzählt er. In Tangermünde bekam er von der Inhaberin des Gasthofes, in dem er nächtigte, gar eine Urkunde überreicht: „Für den 1. Radfahrer der Saison 2019“.

500 Kilometer auf dem Zweirad zu einem Videospiel-Festival – wie passt das zusammen? „Ich mache jedes Jahr eine größere Radtour. Es ist ein richtiges Abenteuer, so lange allein unterwegs zu sein“, sagt der 22-Jährige. In diesem Jahr wollte er dieses Vorhaben mit seinem ersten Besuch der DreamHack verbinden, wo er sich mit Freunden aus ganz Deutschland zum gemeinsamen Zocken verabredet hat. „Jede anstrengende Reise macht das Ankommen umso schöner“, fährt er fort. „Und ich wollte zeigen, dass die Spiele-Community nicht nur aus Bewegungsmuffeln besteht.“

Den Rückweg wird der Hamburger jedoch mit dem Zug bewältigen. Allerdings nicht aus Faulheit: „Für eine Rückreise mit dem Rad hat mein Urlaub einfach nicht gereicht.“

Von Christian Neffe

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