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Lokales Sportstadt Leipzig: Lok und Red Bull planen neue Stadien
Leipzig Lokales Sportstadt Leipzig: Lok und Red Bull planen neue Stadien
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18:40 03.12.2012
Leipzig

Hinter den Plänen auf dem Gelände des 1. FC Lok steht Stefan Lindner (50). Er will in Probstheida das Bruno-Plache-Stadion modernisieren, das künftig 8000 Sitz- sowie 2000 Stehplätze bietet. Hinzu käme eine Eishalle für 9000 Zuschauer. Insgesamt sollen 30 Millionen Euro investiert werden. Lindner hatte am 15. April 2011 Torpedo Leipzig mit dem Ziel gegründet, die Eishockey-Mannschaft in der russischen Liga KHL zu etablieren, auf dem Gelände der Alten Messe anzusiedeln und dort eine Halle für 35 Millionen Euro zu bauen. „Daraus ist nichts geworden, weil die Stadt nicht aus den Puschen kam“, sagt Lindner. Inzwischen ist er beim 1. FC Lok auf Interesse gestoßen, beim Fußball-Regionalligisten auch als Sponsor eingestiegen. „Mit 5000 Euro im Monat.“

Lindner ist Geschäftsführer der russischen TRI Holding und  will keinesfalls als Konkurrent zu RB Leipzig auftreten. Die Leipziger Fußball-Vergangenheit habe gezeigt, wohin die Streitigkeiten geführt hätten. „Und ich werde mich doch nicht mit Dietrich Mateschitz anlegen.“ Red-Bull-Gründer Mateschitz (68) hat vor vier Jahren das RB-Fußball-Projekt in Leipzig gestartet, das Unternehmen investiert unter anderem 30 Millionen in das Nachwuchszentrum am Cottaweg. Lindner sieht die Perspektive des 1. FC Lok in der 3. Liga, während RB Leipzig die Bundesliga anstrebt.

Eine Zusammenarbeit zwischen ihm und Red Bull kann er sich allerdings im Eishockey vorstellen. „Warum nicht? Red Bull ist doch in dieser Sportart auch engagiert.“ Die Leipziger Icefighters, gegenwärtig Dritter der Oberliga, könnten sich in der Halle einmieten.

 Lindner will seine Pläne am 10. Dezember Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) vorstellen. Für den Bau, der bereits im Januar beginnen soll, ist die Zustimmung der Stadt notwendig. Rosenthal reagierte gestern zurückhaltend. „Für die Sportstadt Leipzig wäre die Realisierung dieses Vorhabens großartig. Allerdings hat es hierzu noch kein Gespräch oder Information des Investors gegenüber der Stadt Leipzig gegeben. Daher kann der Sachverhalt durch die Stadt Leipzig noch nicht näher beurteilt werden“, sagte er.

 Im Stadion auf der Nordanlage trainieren die Leichtathleten des LAZ. RB plant dort ein 8000-Zuschauer-Stadion. Auf dieser Anlage soll die U23-Nachwuchs-Mannschaft ihre Punktspiele austragen. Die Red-Bull-Arena (Fassungsvermögen 45000 Zuschauer) wird dafür als zu groß angesehen, das Hauptfeld auf dem Cottaweg als zu klein.

Von Winfried Wächter und Guido Schäfer

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