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St. Elisabeth-Krankehaus: Kompetenzzentrum "geadelt"

St. Elisabeth-Krankehaus: Kompetenzzentrum "geadelt"

Etwas an die große Glocke zu hängen, das ist eigentlich nicht so das Ding von Gerhard Zuz. Doch kommt die Sprache auf sein frisch zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie, ist der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des St.

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Das Elisabeth-Krankenhaus hat ein neues Kompetenzzentrum.

Quelle: André Kempner

Elisabeth-Krankehauses schon stolz: In ganz Deutschland gibt es zurzeit nur fünf derart "geadelte" Spezialzentren. "In Leipzig und Ostdeutschland sind wir die ersten", sagt er.

So ein Zertifikat zu bekommen - da hat eine Klinik einen ordentlichen Hürdenlauf hinzulegen. Die Messlatte, in dem Fall angelegt von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie - ist hoch: Man muss Qualitätsstandards erfüllen, eine wirklich qualifizierte Rund-um-Versorgung von Patienten mit einem Hernienleiden (gemeint sind Austritte von Eingeweiden aus der Bauchhöhle) nachweisen. Als Voraussetzung für eine erstmalige Zertifizierung muss man unter anderem mindestens seit einem Jahr das DHG-Siegel "Qualitäts-gesicherte Hernienchirurgie" besitzen. Ambulante OP-Möglichkeiten muss es geben. Und einmal pro Woche speziell ausgewiesene Sprechstunden. Das Haus muss einen "Behandlungspfad" für die postoperative Schmerzbehandlung vorweisen; verantwortliche Chirurgen müssen an bestimmten Kongressen teilnehmen. Nicht zuletzt müssen die jeweiligen Kliniken mindestens 200 Hernienoperationen inklusive Narbenhernien (sie treten mitunter nach einem anderem chirurgischen Eingriff auf) pro Jahr durchführen. Leipzigs "Elisabeth" kam zuletzt - 2012 etwa - auf insgesamt 410.

Die Hernienchirurgie - eines der wichtigsten Teilgebiete der Chirurgie - sei in Größenordnungen gefragt, meint Zuz. "Pro Jahr gibt es bundesweit 350 000 Eingriffe, etwa bei Leisten- und Bauchwandbrüchen." Das sei gewiss schon von gesundheitspolitischer Bedeutung. Dabei habe sich in den letzten 20 Jahren auf dem Gebiet sehr viel entwickelt - was die Behandlungstechnik, die bei Operationen verwendeten Materialien, die Therapie betrifft. Wobei Zuz betont, ein Verfahren für alle Fälle gibt es nicht. Die Dinge liegen bei jedem Patienten etwas anders. Behandelnde Mediziner - gerade in einem Kompetenzzentrum - müssten daher alle Methoden beherrschen; die Komplikationsrate so gering wie möglich halten können. "Stete Aus- und Weiterbildung ist da ebenso angesagt wie die entsprechende wissenschaftliche Arbeit", so Zuz.

"Ein wichtiger Eckpfeiler" für die Zertifikatsprüfer sei übrigens auch die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Chirurgen und Hausärzten gewesen. Und diesbezüglich pflege das St. Elisabeth engen Kontakt mit dem Notfallzentrum der Thonbergklinik.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2013

Angelika Raulien

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