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Lokales St. Georg: Millionenstreit um Leipziger Zentrum für Brandverletzte
Leipzig Lokales St. Georg: Millionenstreit um Leipziger Zentrum für Brandverletzte
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23:59 30.06.2014
Das Klinikum St. Georg. Quelle: Christian Nitsche

Es geht dabei um bis zu 2,3 Millionen Euro. Eine außergerichtliche Einigung sei bislang am Widerstand der Firmen und ihrer Versicherer gescheitert, heißt es in einer der LVZ vorliegenden, nichtöffentlichen Beschlussvorlage an den Stadtrat. Die Ratsversammlung muss aufgrund der Höhe des Streitwertes formal noch der Klageeinreichung zustimmen.

Das 1998 eröffnete Leipziger Brandverletztenzentrum ist sachsenweit die einzige Spezialeinrichtung für Patienten mit besonders schweren Verbrennungen und Verätzungen. Sie zählt zu den größten und modernsten ihrer Art in Deutschland, die sich auf solche Verletzungen spezialisiert hat und zu den wirtschaftlichen Standbeinen des St. Georg.

Nach heftigen Regenfällen im Juni 2013 war Wasser in das Gebäude (Haus 21) eingedrungen (die LVZ berichtete). Als Ursache dafür gilt ein Erweiterungsbau, der zu dem Zeitpunkt auf das Brandverletztenzentrum aufgesetzt wurde. Gutachter stellten inzwischen fest, dass eine fehlerhafte Dachentwässerung an dem Rohbau montiert worden war, wodurch erhebliche Mengen an Regenwasser in die darunter liegenden Gebäudeteile sickern konnten und dort zu Schimmelbefall führten. Daraufhin musste der Betrieb im Brandverletztenzentrum teilweise, ab August sogar komplett eingestellt werden. Erst Mitte Februar dieses Jahres konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Daraus resultierende Umsatzeinbußen, einschließlich der Kosten zur Beseitigung des Wasserschadens, sollen sich auf bis zu 2,3 Millionen Euro belaufen. Städtisches Rechtsamt und Klinik rechnen sich in einem Verfahren vor dem Landgericht große Erfolgschancen aus: "Die Schadensursache ist unstrittig." Als problematisch dürfte sich jedoch die Aufteilung der Schadenssumme auf die drei beteiligten Firmen erweisen, die die Klinik wegen mangelnder Bauausführung und -überwachung zur Kasse bitten will. Der Generalbauunternehmer hat mittlerweile einen Insolvenzantrag gestellt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2014

Klaus Staeubert

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