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Lokales Stadt Leipzig: Keine neuen Baustellen bis Jahresende
Leipzig Lokales Stadt Leipzig: Keine neuen Baustellen bis Jahresende
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16:17 04.11.2010
Von Thomas Haegeler

Momentan rauben jedoch 50 Baustellen in der Messemetropole den Autofahrern den letzten Nerv. Von Stau betroffen sind vor allem die Nadelöhre Pfaffendorfer Straße, Maximilianallee/Berliner Brücke und Prager Straße.

„Neue Baustellen werden wir dieses Jahr nicht aufmachen“, sagte Christoph Bock, Abteilungsleiter Straßenbau im Verkehrs- und Tiefbauamt. „Wichtig ist für uns, noch vor dem Winter einige Maßnahmen zu beenden.“ So sollen etwa die Prager Straße und die Bundesstraße 6 West von Pittlerstraße bis Slevogtstraße noch dieses Jahr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die derzeit 50 Baustellen im Stadtgebiet bezeichnet Bock als „insgesamt normales Bauaufkommen“. Dass im Herbst mehr gebaut werde, sei ebenfalls nicht ungewöhnlich und hänge mit den gesetzlichen Formalitäten zusammen. „Die oft zitierte Jahresendhatz spielt beim Straßenbau aber weniger eine Rolle“, erklärte der Abteilungsleiter. Vielmehr brauche man zunächst das Okay des Stadtrates. „Dann die Zusage über das Geld der entsprechenden Förderstellen und erst danach können wir ausschreiben und die Arbeiten beginnen.“ Dieses Prozedere brauche schlichtweg Zeit. „Weshalb es in der zweiten Jahreshälfte immer zu mehr Baugeschehen kommt.“

In punkto Winterschäden habe die Stadt ihr Versprechen gehalten und „über den Sommer das Hauptnetz aus Bundes- und Ausfallstraßen wieder befahrbar gemacht“, so Bock weiter. Eine exakte Bilanz dazu könne er aber nicht geben. Bezüglich der Seiten- und Nebenstraßen sei die Reparatur von Schlaglöchern ein laufender Prozess. „Da wird man nie abschließend fertig, weil immer neue Probleme auftauchen. Aber wir sind dran.“ Zwei Mal pro Jahr würden diese Straßen abgefahren und anschließend eine Maßnahmenliste angefertigt, die nach und nach abgearbeitet werde.  

Keine Entwarnung gibt es mittelfristig für die Karl-Liebknecht-Straße. „Dort ist ein permanentes Verschließen notwendig und wir flicken da auch immer wieder“, so Bock. Man müsse aber auch immer die Verkehrssicherheit gewährleisten und käme daher manchmal auch nicht um das Aufstellen von Warnschildern herum. „Über einen grundhaften Ausbau der Karli wird derzeit gerade gesprochen und dieser abgestimmt.“ Deswegen könne er derzeit zum Baustart noch nichts genaues sagen.  

Thomas Haegeler

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