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Lokales Stadt Leipzig greift mit wiederholten Kontrollen gegen sorglose Hundehalter durch
Leipzig Lokales Stadt Leipzig greift mit wiederholten Kontrollen gegen sorglose Hundehalter durch
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06:00 23.11.2012
Nicht alle der in Leipzig kontrollierten Hunde hatten eine Steuermarke. Quelle: dpa
Leipzig

Allein in den vergangenen zwei Wochen verhängten die Ordnungshüter 50 Bußgeldstrafen. Der sächsische Hundehalterverband sieht das kritisch.

Bei sogenannten Komplexkontrollen im Stadtgebiet Leipzig registrierten Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes zahlreiche Verstöße gegen die Regeln beim Ausführen von Hunden. Knapp die Hälfte der überprüften Halter missachtete den Leinenzwang, wie die Behörde mitteilte. Zudem stellten die Prüfer fest, dass nicht alle Hundebesitzer die vorgeschriebene Steuermarke dabei hatten. Ebenso fehlten offenbar Beutel zum Aufsammeln von Hundekot. Insgesamt 361 Überprüfungen hat der Stadtordnungsdienst seit Anfang November durchgeführt. Die Mitarbeiter konzentrierten sich dabei vor allem auf öffentliche Grünflächen wie den Clara-Zetkin- und den Johannapark sowie Wohngebiete unter anderem in Grünau, Miltitz, Meusdorf und Paunsdorf.

 Aus Sicht der Stadt halten sich viele Hundebesitzer nach wie vor nicht an die Regeln, wenn sie mit ihrem Tier vor die Tür gehen. Allein in der ersten Jahreshälfte wurden jedoch mehrere hundert Regelverstöße bekannt. „Die Anzahl der Verstöße durch Hundehalter bleibt auf hohem Niveau", hieß es aus dem Ordnungsamt in einer Mitteilung.

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) äußerte sich skeptisch zum Vorgehen der Stadt. „Prinzipiell sind Kontrollen in Ordnung. Dass aber für Verstöße Bußgelder kassiert werden, halte ich für fragwürdig", sagte Eva-Maria Meissner, Vorsitzende des VDH-Landesverbandes Sachsen. Sie fordert stattdessen eine stärkere Aufklärung der Hundehalter und setzt auf eine Kooperation mit der Verwaltung, um beispielsweise Angebote wie öffentliche Hundetoiletten einzurichten oder zusätzliche Abfallbehälter für Kot-Tüten aufzustellen. Meißner verwies darauf, dass bei der Kontrolle in Leipzig zum Beispiel nur rund jeder fünfzigste Tierbesitzer keine Tüte für Hundekot bei sich hatte. „Das zeigt, dass wir hier in den letzten Jahren weit vorangekommen sind", so die Verbandschefin.

Die Zusammenarbeit mit den Behörden sucht der VDH in Leipzig auch beim Thema Hundesteuer. Meissner zufolge sind für die kommende Woche Gespräche zwischen dem Verband und der Stadt anberaumt, bei denen es unter anderem um den Hundeführerschein gehen soll. Mit einem derartigen Ausweis könnten Halter zehn Euro Hundesteuer pro Jahr sparen. Momentan müssen in Leipzig jährlich 96 Euro für den ersten, 192 Euro für jeden weiteren Hund bezahlt werden. Etwa 17.000 Hunde sind nach offiziellen Angaben derzeit im Stadtgebiet gemeldet.

Felix Kretz / Robert Nößler

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