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Lokales Stadt Leipzig spricht von "Einzelfall": keine Gefahr in Böhlitz-Ehrenberger Einrichtung
Leipzig Lokales Stadt Leipzig spricht von "Einzelfall": keine Gefahr in Böhlitz-Ehrenberger Einrichtung
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00:41 09.07.2015
Eine Gruppe im "Kinderland" (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Deckeneinsturz im „Kinderland“ Böhlitz-Ehrenberg war aus Sicht der Stadt ein Einzelfall. Hintergrund sei eine besondere bauliche Maßnahme vor vielen Jahrzehnten in einem einzelnen Zimmer. Das sagte Raimund Krell, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung. Am vorletzten Wochenende war in einem Kita-Zimmer in der dritten Etage die Decke herabgestürzt. Eltern und Großeltern hatten von schweren abgestürzten Brocken berichtet. Der Betreiber des Kindergartens, die Volkssolidarität Leipzig-Land, hatte eingeräumt, dass Kinder hätten erschlagen werden können, wenn die Decke während der Betreuungszeit eingestürzt wäre. Eigentümer ist die Stadt Leipzig.

Regelmäßig finde eine sogenannte Jahresbegehung durch die Bauunterhaltung des Amtes für Gebäudemanagement statt, erklärte Raimund Krell weiter. Neben einer Sichtkontrolle des Gebäudes wird dabei dringender Sanierungsbedarf erfasst. Gravierende Mängel würden sofort beseitigt. Untersuchungen an konstruktiven Bauteilen erfolgen nur bei konkreten Hinweisen, so Krell. Derartige Hinweise habe es für den abgestürzten Teil der Decke nicht gegeben. Weder bei der letzten Jahresbegehung, noch bei der täglichen Nutzung habe es Hinweise wie Risse oder Geräusche gegeben.

„Nach den jetzigen Recherchen wurde die Decke als zusätzliche Dämmung nach dem Krieg nur in diesem Raum der Kita verbaut“, sagte Krell. Beim Umbau Mitte der 50-er Jahre sei die Decke erhalten geblieben. Die letzte „anlassbezogene Begehung“ habe mit der Kitaleitung und einem Vertreter des Trägers am 2. Februar dieses Jahres stattgefunden. „Dort wurden Sanierungsprioritäten im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten abgestimmt“, so Krell. „Die Verkehrssicherungspflicht liegt bei städtisch genutzten Kitas bei der Stadt Leipzig, bei der vermieteten Kita Kinderland beim Mieter.“

Weitere Gebäudekontrollen würden durch das Landesjugendamt stattfinden (letzte Begehung im Januar 2012) sowie durch die Unfallkasse (letzte Begehung im Januar 2012), das Gesundheitsamt/Hygiene (jährlich), das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt sowie die Branddirektion.

Aus der Leipziger Volkszeitung, 07.07.2015
von Björn Meine

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