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Lokales Stadt Leipzig testet Anti-Graffiti-Beschichtung für Verkehrsschilder
Leipzig Lokales Stadt Leipzig testet Anti-Graffiti-Beschichtung für Verkehrsschilder
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10:04 16.03.2019
Viele Autofahrer und Anwohner ärgern sich über die vielen, bis zur Unleserlichkeit zugeklebten Straßen und Verkehrsschilder in der Messestadt. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Von Aufklebern verdeckte oder mit Graffiti beschmierte Verkehrsschilder fallen im Leipziger Stadtbild häufig ins Auge. Fast 600 Schilder sind 2017 von der Stadt gesäubert worden, teilte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) in der Ratsversammlung auf CDU-Anfrage hin mit.

Bis Mitte 2018 reinigten Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung und des Stadtordnungsdienstes noch 74 Schilder. Die genaue Anzahl der durch Vandalismus beschädigten Verkehrszeichen werde aber nicht gesondert registriert, hieß es.

Stadt Leipzig testet Spezialfolie

Wie schnell gesäubert wird, hängt vom Schaden ab. Ist die Verkehrssicherheit eingeschränkt, erfolge die Beseitigung innerhalb von vier Stunden nach Bekanntwerden. Ansonsten werden die Schilder „im Rahmen der finanziellen und personellen Möglichkeiten gemäß Priorität erneuert“, heißt es.

Manchmal werden die Schilder durch die Aufkleber unleserlich. Quelle: Dirk Knofe

Um die Zahl der Neubeschaffungen möglicherweise zu reduzieren, testet die Stadt aktuell eine spezielle Anti-Graffiti-Folie. Allerdings seien solche Verkehrszeichen deutlich teurer als herkömmliche. Erst nach der Prüfung im Stadtgebiet soll die Entscheidung getroffen werden, ob sich eine Anschaffung lohnt.

Verursacher werden selten bestraft

Eine genaue Auskunft über die Personal- und Sachkosten der vergangenen Jahre gibt es laut Stadt nicht. Allerdings sei für diese Arbeiten ein Reinigungsteam mit zwei bis drei geförderten Beschäftigten eingesetzt worden.

Die Verursacher der Schäden werden laut Dubrau nur selten belangt. Der Grund: Die Täter bleiben meist unerkannt. Anzeigen werden dann gegen Unbekannt gestellt und häufig eingestellt. Denn Verursacher ist, wer den Aufkleber anbringt – nicht derjenige, für wen darauf geworben wird.

Von Josephine Heinze

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