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Lokales Stadt Leipzig verkauft Schloss in Knauthain in Privateigentum
Leipzig Lokales Stadt Leipzig verkauft Schloss in Knauthain in Privateigentum
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23:59 16.12.2013
Von Jens Rometsch
Im Schloss Knauthain ist die 2008 begonnene Sanierung längst abgeschlossen. Quelle: André Kempner

Diese IT-Firma beschäftigt dort 50 Mitarbeiter. Außerdem darf Schulmann noch eine Fläche von 6000 Quadratmetern im angrenzenden Park erwerben. Der Preis für alles zusammen beträgt 268 000 Euro und entspricht damit dem aktuellen Grundstücksverkehrswert.

Schloss Knauthain wurde von 1700 bis 1703 auf den Grundmauern einer alten Wasserburg errichtet - für den Gutsherrn Karl-Hildebrand von Dieskau. Es entstand im französisch-klassizistischen Stil. Im 19. Jahrhundert kam der umliegende Park hinzu. Von 1936 bis 2003 diente das Haus als Schule. Um den Verfall der Bausubstanz zu stoppen, verkaufte die Stadt 2005 die Gebäude an Schulmann. Zugleich wurde für das Areal ein Erbbaurechtsvertrag mit 90 Jahren Laufzeit geschlossen, er umfasste neben dem Schlossgebiet den gesamten Park mit gut 90 000 Quadratmetern.

Schulmann sanierte die denkmalgeschützten Gebäude, kam auch für die Pflege des öffentlichen Parks auf, der zu einem Vogel- sowie Landschaftsschutzgebiet gehört. Dennoch sind manche Knauthainer enttäuscht, weil den Ankündigungen des Investors, im Schloss ein öffentliches Restaurant zu schaffen sowie kulturelle Veranstaltungen anzubieten, kaum Taten folgten. Ralph Rinner vom Liegenschaftsamt stellte gestern klar, dass Schulmann schon mit dem Erbpachtvertrag 2005 das Recht erwarb, auch das dazugehörige Grundstück zu kaufen. Die Stadt sei froh, dass der Firmenchef nicht eine weitere Option nutzt, auch den Park komplett zu erwerben. Stattdessen werde mit ihm ein neuer Pachtvertrag zum Park geschlossen, laut dem Schulmann die Pflege des Grüns für mindestens zwölf weitere Jahre auf seine Kosten übernimmt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.12.2013

Jens Rometsch

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