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Lokales Stadt Leipzig veröffentlicht Sozialreport 2017 – Wachstum und Verjüngung halten an
Leipzig Lokales Stadt Leipzig veröffentlicht Sozialreport 2017 – Wachstum und Verjüngung halten an
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23:13 06.12.2017
Der Sozialreport 2017 belegt das anhaltende Bevölkerungswachstum in Leipzig. (Symbolfoto) Quelle: André Kempner
Leipzig

Das Leipziger Dezernat „Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule“ hat am Mittwoch den neuen Sozialreport veröffentlicht. Das statistische Sammelwerk informiert jährlich mit aktualisierten Daten aus verschiedenen Lebensbereichen über die Entwicklung der Stadt. Kernthemen sind unter anderem Bevölkerungszahl, Wohnen und Lebensunterhalt.

Demnach blieb Leipzigs Wachstum auch 2016 ungebrochen. Die Messestadt nähert sich sukzessive der 600.000-Einwohner-Grenze an. Weil 868 Kinder mehr geboren wurden, als Menschen gestorben sind und es erneut deutlich mehr Zu- als Wegzügler gab, stieg die Einwohnerzahl 2016 um 11.865 Personen. Insgesamt lebten Ende des vergangenen Jahres somit 579.530 Menschen in Leipzig. Das Durchschnittsalter in der Stadt sank dabei in den vergangenen fünf Jahren auf 42,8 Jahre (-1,1 Jahre). Besonders deutlich stieg die Zahl der Haushalte mit Kindern. Fast 50.000 Familien (+1556) gab es 2016 in der Messestadt.

Investitionen in Bildung und Betreuung

Dieses Wachstum ist einer der Gründe, warum Leipzig mehr Geld in Bildung und Kinderbetreuung investieren muss. So sind die Ausgaben der Stadt für Kindertageseinrichtungen, Tagespflege und die Übernahme von Elternbeiträgen um 23,9 Millionen Euro auf 286,3 Millionen Euro gestiegen. Auch die Ausgaben als Schulträger (+ 4,4 Millionen Euro) und Investitionen für den Schulbau – 2016 knapp 50 Millionen Euro – sind angestiegen.

Der anhaltende Bevölkerungs-Zuwachs macht sich auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag 2016 bei 5,39 Euro pro Quadratmeter. Seit 2012 bedeutet dies einen Anstieg um etwa fünf Prozent.

Viele Kinder ohne Abschluss

Gestiegen ist auch das durchschnittliche Haushaltseinkommen. 2016 lag es bei 1701 Euro pro Monat und damit 36 Euro höher als 2015. Dennoch ist der Anteil der Menschen, die statistisch als „relativ einkommensarm“ bezeichnet werden, von 16,9 Prozent im Jahr 2015 auf 17,1 Prozent im Jahr 2016 angestiegen. Zudem beziehen 22,7 Prozent aller Leipziger Kinder unter 15 Jahren Sozialgeld. 2015 waren es 23,5 Prozent.

Trotz leichten Rückgangs problematisch hoch bleibt der Anteil der Schulabgänger ohne einen allgemeinbildenden Abschluss. 2016 lag er bei 11,3 Prozent.

Der Sozialreport steht unter www.leipzig.de/sozialreport zum Download bereit.

Von anzi

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