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Lokales Stadt Leipzig will kaputte Gehwege reparieren – CDU fordert eigenes Sanierungsprogramm
Leipzig Lokales Stadt Leipzig will kaputte Gehwege reparieren – CDU fordert eigenes Sanierungsprogramm
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23:43 21.01.2013
Viele Gehwege in Leipzig sind sanierungsbedürftig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der CDU im Stadtrat ist das aber noch nicht genug: Sie fordert ein eigenes Sanierungsprogramm.

„Viele Fußwege befinden sich in einem schlechten Zustand, der vor allem auch die Fortbewegung mit Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühlen behindert“, meint CDU-Stadtrat Konrad Riedel. Seine Fraktion will deshalb am Mittwoch einen Antrag für ein neues Fußwege-Sanierungsprogramm in die Ratsversammlung einbringen. Damit könne dort gehandelt werden, wo die größten Probleme bestünden: auf Bürgersteigen, die zu Stadtteilzentren und wichtigen öffentlichen Einrichtungen führen.

Stadt läuft Bedarf hinterher

Eine Light-Variante des Programms sei für dieses Jahr bereits geplant, entgegnet Christoph Bock, Abteilungsleiter für Straßenbau und -unterhaltung im Verkehrs- und Tiefbauamt. Statt 30.000 Euro wie in den vergangenen Jahren würden 2013 insgesamt 500.000 Euro – fast 17 Mal soviel – bereitstehen, um dringend notwendige Reparaturen an Gehwegen durchzuführen.

Dennoch laufe die Stadt dem Bedarf hier noch immer hinterher. Werde perspektivisch nicht mehr Geld bereitgestellt, dauere die Reparatur aller Schäden noch Jahre. „Wir werden mit den 500.000 Euro keine 200 Meter Gehweg neu bauen können“, räumt Bock ein. Die Reparaturen könnten nur kleinräumig erfolgen – dort wo die Probleme am dringendsten seien.

Zugeparkte Gehwege lassen Steinplatten brechen

„Fußwege werden in der Regel erst dann saniert, wenn ohnehin die ganze Straße ausgebaut oder instandgesetzt wird“, kritisiert Riedel. Sie seien damit bloß ein „Anhängsel“ des Straßen- und Brückenprogramms, in das die Stadt in diesem Jahr 32 Millionen Euro investieren will (LVZ-Online berichtete). Zusätzliche 5,3 Millionen Euro stehen für die Unterhaltung der Verkehrswege zur Verfügung – 900.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

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In diesem Jahr soll die zweite Brückenhälfte neu entstehen.

Zusätzliche Probleme bereitet der Stadt bei den Gehwegen, dass viele von Autos befahren oder zugeparkt werden. Weil die alten DDR-Steinplatten für dieses Gewicht nicht ausgelegt seien, gingen immer mehr zu Bruch, so Bock.

Reparaturen sollen ab April starten

Derzeit ist das Verkehrs- und Tiefbauamt dabei, eine Übersicht zu erstellen, wo als erstes geflickt werden soll. „Dabei müssen wir Prioritäten setzten. Die Liste könnte auch viermal so lang sein“, erklärt Bock das Dilemma.

Zuerst seien daher Gehwege vor öffentlichen Einrichtungen an der Reihe, die intensiv genutzt würden, aber zum Beispiel auch vor Seniorenheimen. Ab April sollen die Reparaturen schrittweise abgearbeitet werden. „Gebaut wird solange, bis uns das Geld ausgeht“, verspricht Bock.

Robert Nößler

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