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Lokales Stadt-Umland-Konferenz tagt erstmals in Schkeuditz
Leipzig Lokales Stadt-Umland-Konferenz tagt erstmals in Schkeuditz
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08:03 08.11.2018
Die Stadt-Umland-Konferenz in Schkeuditz beriet auch über eine Machbarkeitsstudie, die den Anschluss des Lindenauer Hafens an den Elster-Saale-Kanal geprüft hat. Quelle: Konrad Stöhr (Westend)
Schkeuditz

Der Saal im Gut Wehlitz war brechend voll. Wer kurz nach Veranstaltungsbeginn kam, musste sich mit einem Sitzplatz auf der Treppe zufrieden geben. Mehr als 100 Teilnehmer hatten sich am Mittwoch zur Stadt-Umland-Konferenz (SUK) des Grünen Ringes Leipzig angemeldet. Zum ersten Mal fand sie in diesem Jahr in Schkeuditz statt.

Machbarkeitsstudie vorgestellt

Oberbürgermeister Rayk Bergner strahlte bei der Begrüßung. „Ich bin hocherfreut über die Resonanz dieser Konferenz in Schkeuditz“, sagte er. „Und ich freue mich, dass Sie alle hier sind.“ Konkret waren es mehrere Bürgermeister, Kreisräte und Stadträte, Mitglieder des Grünen Rings und viele Interessierte, die den Weg ins malerische Gut Wehlitz fanden. Geboten wurden ihnen verschiedene Vorträge zu den Projekten des Grünen Ringes.

So startete der Konferenz-Tag mit einer Machbarkeitsstudie zur Anbindung des Lindenauer Hafens an den Elster-Saale-Kanal. Konkret ging es um ein Brückenbauwerk, das unter Berücksichtigung der Museumsfeldbahn und der Boots-Schiffpassage am Lindenauer Hafen entstehen soll. Die Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen ist bereits 2015 fertiggestellt worden – nun soll Stück für Stück weiter gebaut werden. Genau 7,5 Kilometer fehlen noch bis zum Anschluss von Halle. Die Stadt an der Saale ist neben Leipzig der urbane Anker der mitteldeutschen Gewässerlandschaft. Von den Flüssen und Seen beider Städte erstrecken sich Gewässerverbünde, die bis ins Umland reichen. Die Stadt-Umland-Konferenz in diesem Jahr ist bereits die 22. dieser Art.

Im Jahr 2014 ließen die Stadt Leipzig als Vertreterin des Grünen Ringes und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld, Dessau, Wittenberg ein Tourismuswirtschaftliches Gesamtkonzept für die Gewässerlandschaft im mitteldeutschen Raum erarbeiten. Es ist die erste gemeinsame Grundlage für eine länderübergreifende wasser- und landseitig vernetzte, touristische Entwicklung. Mit der Umsetzung des Konzeptes soll die mitteldeutsche Gewässerlandschaft als lebenswerte, nachhaltige und konkurrenzfähige Tourismus-Region etabliert werden. Dafür sind 14 abgestimmte, interkommunale Schlüsselprojekte in den einzelnen Kommunen und Landkreisen vorgesehen. Alle unter dem Leitbild: starke Landschaft, innovative Landschaft, erlebbare Landschaft und essbare Landschaft.

Auch Obstgehölze werden gefördert

Im Bereich Schkeuditz werden verschiedene Projekte über den Grünen Ring umgesetzt. So steht im Maßnahmenkatalog von 2014 unter anderem die Schaffung von Grünland am Nordufer des Schladitzer Sees. Zudem sollen die Selbstversorgung in der Stadt und die Obstgehölze gefördert werden.

Der Grüne Ring Leipzig ist eine im Jahr 1996 gegründete regionale Kooperation verschiedener Kommunen und Landkreise. Schkeuditz war Gründungsmitglied. Zur gestrigen Stadt-Umland-Konferenz wurde Rötha wieder aufgenommen, nachdem das einstige Gründungsmitglied vor einigen Jahren ausgetreten war. Im Grünen Ring arbeiten die derzeit 15 Mitglieder gemeinsam an dem Ziel, die Region interessanter zu machen – keine Selbstverständlichkeit. Zur Konferenz waren Vertreter aller Mitgliedskommunen anwesend.

Von Linda Polenz

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