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Lokales Stadt gedenkt Holocaustopfern in Abtnaundorf – Ausstellung im Neuen Rathaus
Leipzig Lokales Stadt gedenkt Holocaustopfern in Abtnaundorf – Ausstellung im Neuen Rathaus
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10:08 27.01.2015
An der Gedenkstätte in Abtnaundorf wurde den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Quelle: André Kempner
Dresden/Leipzig

An diesem Ort waren durch SS- und Gestapo-Truppen 80 Gefangene eines Außenlagers des KZ Buchenwalds getötet worden. Gemeinsam mit Vertretern der jüdischen, katholischen und evangelischen Gemeinden legte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) gegen 14 Uhr Kränze nieder.

Auch in der oberen Wandelhalle des Neuen Rathauses wurden ab 15 Uhr Kränze niedergelegt. Gleichzeitig wurde in der unteren Wandelhalle die Ausstellung „Kämpfer, Kicker und Legenden“ eröffnet, die sich mit der Geschichte des jüdisch-deutschen Fußballs befasst. Teile der Ausstellung gehen auf Recherchen des Leipziger Fußballprojekts „Outlaw“ gemeinsam mit dem Leipziger Sportmuseum zurück. Die Ausstellung ist bis zum 4. Februar zu sehen.

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Der Leipziger Fußballverein Roter Stern Leipzig übernimmt seit heute für ein Jahr die Trägerschaft für ein Mahnmal zum Gedenken an die Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Dieses steht zwar auf Anlagen der Deutschen Bahn, wird und wurde jedoch ausschließlich aus Spenden finanziert.

Tillich spricht in Theresienstadt

Im Sächsischen Landtag in Dresden spielte anlässlich des Tages die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden Werke jüdischer Komponisten, die bis heute nur selten oder gar nicht aufgeführt wurden und mit dem Konzert vor dem Vergessen bewahrt werden sollten. Neben Landtagspräsident Matthias Rößler sprach Vizeministerpräsident Martin Dulig (SPD) für die Landesregierung. Auch in weiteren Städten gab es Gedenkveranstaltungen, Kranzniederlegungen und Ausstellungen zum Holocaust, darunter in Chemnitz, Görlitz und Torgau.  

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) nahm in Vertretung des Bundesratspräsidenten an einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt im tschechischen Terezin teil, bei der auch der tschechische Präsident Milos Zeman anwesend war.  

Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee auf ihrem Vormarsch in Richtung Berlin die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. 2005 erklärten die Vereinten Nationen den Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

lvz/joka/jas

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