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Lokales Stadt kann Verursacher von Güllegestank in Leipzig nicht ermitteln
Leipzig Lokales Stadt kann Verursacher von Güllegestank in Leipzig nicht ermitteln
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18:43 17.12.2015
Laut dem Amt für Umweltschutz ist der starke Gestank am Dienstag in Leipzig auf Gülle zurückzuführen (Symbolbild). Quelle: dpa
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Leipzig

Ein starker Gestank belästigte am Dienstag viele Leipziger. Allein beim städtischen Bürgertelefon gingen 34 Anrufe ein. Laut dem zuständigen Amt für Umweltschutz meldete sich am frühen Dienstagmorgen zuerst ein Anwohner in Rückmarsdorf wegen des Gestanks. Unter anderem auch aus den Bereichen Böhlitz-Ehrenberg und Wahren gingen im Verlauf des Tages weitere Anrufe beim Bürgertelefon der Stadt ein. In den sozialen Netzwerken beschwerten sich aber auch Bewohner aus der Innenstadt und dem Osten sowie Norden Leipzigs über den starken Geruch.

Sperrzeit für Gülle

Woher der starke Gestank kommt, ist allerdings immer noch unklar, einen Verursacher konnte die Stadt nicht ermitteln. Messungen der Branddirektion und des Entstörungsdienstes der Mitnetz Gas mbH hätten lediglich ergeben, dass der starke Gestank wohl auf Gülle zurückzuführen sei.

Das Amt für Umweltschutz befragte laut Leiterin Angelika von Fritsch alle geruchsintensiven Betriebe im Leipziger Westen, Störungen seien nicht gemeldet worden. "Auch eine Befahrung der Feldränder im Umkreis von Böhlitz-Ehrenberg durch Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz ergab keine wahrnehmbaren Gerüche. Es konnte keine Gülleverbringung festgestellt werden“, so die Amtsleiterin von Fritsch. Die Wetterlage am Dienstag hätte dazu geführt, dass die Geruchsbelastung nur schwer abziehen konnte.

Laut dem sächsischen Landwirtschaftsministerium ist das Aufbringen von Düngemitteln, wozu auch Gülle zählt, derzeit allerdings verboten. Auf Ackerland darf das Düngemittel bereits seit dem 1. November nicht mehr verteilt werden, auf Grünland seit dem 15. November. Die Sperrzeit dauert noch bis zum 31. Januar.

Von luc

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