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Lokales Stadt schafft keine Betonsperren an – Anmietung ist Sache des Veranstalters
Leipzig Lokales Stadt schafft keine Betonsperren an – Anmietung ist Sache des Veranstalters
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00:18 26.05.2017
Nach den Lastwagen-Anschlägen von Nizza und Berlin wird es auch in Leipzig keine Großveranstaltungen ohne Betonsperren mehr geben – hier ein Foto von „Fahrzeug-Rückhaltesystemen“ aus Stuttgart. Quelle: Marijan Murat
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Leipzig

Betonbarrieren zum Schutz gegen mögliche Anschläge: Ohne solche „Fahrzeug-Rückhaltesysteme“ wird es in Leipzig bei Großveranstaltungen wohl kaum noch gehen, sei beim Stadtfest, Weihnachtsmarkt, bei Fanfesten oder andere Events mit viel Publikumsverkehr. Besonders für den Augustusplatz – sowohl auf der Opern- als auch auf der Gewandhausseite – fordert das Ordnungsamt solche Sperren. Seit den Anschlägen von Nizza, Berlin oder jüngst bei einem Hexenfeuer in Thalheim (Erzgebirge), wo ein Transporter gezielt in die Besuchermenge fuhr, seien sie unverzichtbar, so Ordnungsamtschef Helmut Loris.

Ob und in welchem Umfang die Betonsperren aufgestellt werden müssen, wird vor jedem Großereignis neu festgelegt. Entscheidungskriterien sind das konkrete Thema der Veranstaltung, der Ort und die erwartete Besucherzahl. Auch die Polizei wird mit einer aktuellen Gefahreneinschätzung hinzugezogen. So hat Stadtfest-Organisator Bernd Hochmuth für 2017 kurzfristig die Auflage bekommen, am Augustusplatz Betonsperren aufzustellen. Für die anderen Schauplätze wie Leuschnerplatz, Markt oder Nikolaikirchhof wurden sie nicht gefordert. Die Anfahrtswege für Rettungsdienste und Feuerwehr bleiben trotzdem gewährleistet.

Die Leipziger Stadtverwaltung will die Sicherheitsbarrieren entgegen anders lautenden Gerüchten nicht selbst anschaffen: „Es obliegt jedem Veranstalter selbst, sich bei Firmen seiner Wahl ein entsprechendes Angebot einzuholen“, teilte der Amtsleiter auf LVZ-Anfrage mit. Die zwei bis drei Tonnen schweren Betonelemente werden unter anderem von einer Firma im erzgebirgischen Olbernhau angeboten, inklusive Lieferung und Aufstellung. Die Kosten müssen in die Gesamtfinanzierung eines Events mit eingerechnet werden und sind vom Veranstalter zu tragen.

Vor größeren öffentlichen Ereignissen in Leipzig finden regelmäßig Sicherheitsberatungen mit Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Veranstalter statt. Die Maßnahmen, die dabei festgelegt werden, werden zum Bestandteil der Veranstaltungs-Genehmigung und des Sicherheitskonzeptes der Veranstalter.



Von Kerstin Decker

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