Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Stadt startet Umfrage zur Sicherheit in Leipzig: 6000 Bewohner erhalten Fragebogen
Leipzig Lokales Stadt startet Umfrage zur Sicherheit in Leipzig: 6000 Bewohner erhalten Fragebogen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:12 29.06.2016
Sie gaben den Startschuss für eine Sicherheitsbefragung: die Leipziger Bürgermeister Heiko Rosenthal (links) und Ulrich Hörning.   Quelle: Foto: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Bei der bereits länger geplanten Umfrage zur „Sicherheit in Leipzig“ des Kommunalen Präventionsrates (KPR) sollen 6000 Bewohner im Alter zwischen 18 und 85 Jahren angeschrieben werden, kündigte Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning (SPD) an. Die Fragebogen verschickt das Amt für Statistik und Wahlen ab dem 5. Juli. Neben den Themen Kriminalitätsentwicklung und persönliches Sicherheitsempfinden sollen die Leipziger beispielsweise auch Auskunft über Nachbarschaftsbeziehungen, Ordnungsstörungen wie frei laufende Hunde, Vandalismus oder Graffiti geben, so Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke).

Partner der mittlerweile fünften Sicherheitsbefragung sind neben der Polizeidirektion Leipzig das Uni-Institut für Soziologie und die Leipziger Verkehrsbetriebe. Vorangegangene Erhebungen fanden 1995, 1999, 2007 und 2011 statt. Die erst 2017 vorliegenden neuen Ergebnisse fließen in Konzepte des KPR ein. Bei der Umfrage 2011 habe sich etwa eine überdurchschnittliche Kriminalitätsfurcht von Senioren herausgestellt. Dabei sei gerade diese Altersgruppe laut Kriminalstatistik unterdurchschnittlich belastet.

Rosenthal zufolge stellt die Eisenbahnstraße für städtische Ämter einen Kontrollschwerpunkt in Leipzig dar. So würden die drei dortigen Spielhallen aktuell einer Überprüfung unterzogen. Wie Helga Kästner von der Sicherheitsbehörde sagte, wurden von Anfang 2015 bis jetzt 106 Kontrollen in Gaststätten wegen der Einhaltung von Gesetzen, Sperr- und Öffnungszeiten durchgeführt. Außerdem gab es Kontrollen wegen Schwarzarbeit oder unzulässig vieler Geldspielgeräte, wurden Gewerbeuntersagungsverfahren eingeleitet. Seit Anfang 2015 wurden im Bereich 280 nicht zugelassene, teils ausgeschlachtete Fahrzeuge festgestellt. 71 Autowracks entfernte die Stadt, so Kästner.

Aktuell unterstützt die Stadt auch die Polizei, die den Druck auf die Rockerszene aufrecht erhält und Fahrzeug-Kontrollen an zentralen Zugangsstraßen auch in den nächsten Tagen durchführen werde, hieß es am Mittwoch im Rathaus.

Von Sabine Kreuz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Besetzer des Bahngeländes an der Arno-Nitzsche-Straße in Leipzig distanzieren sich von einem Brandanschlag vermeintlicher „Unterstützer“. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel sieht Chancen für eine legale soziokulturelle Nutzung des Areals.

29.06.2016
Lokales Ich drehe schon seit Stunden, hier so meine Runden - Parkplatznot in Leipzig: Bürgermeisterin sieht Autofahrer in der Pflicht

In den Stadtteilen Schleußig und Plagwitz wird inzwischen jede noch so kleine Baulücke gefüllt. Das könnte Parkplatzprobleme verschärfen, befürchten Anwohner. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau erinnerte an die Mitverantwortung der Fahrzeughalter und Vermieter.

29.06.2016

Aus Leipzigs Studentenkultur sind die Spätverkäufe kaum noch wegzudenken. In vielen Stadtteilen finden sich die kleinen Läden, die meist bis spät in die Nacht geöffnet haben. Oft findet man hinter der Theke eine persönliche Geschichte der Besitzer und Geschichten der Nacht.

29.06.2016
Anzeige