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Lokales Stadt verbietet wetterfeste Freisitze auf der Karli – Wirte planen Petition
Leipzig Lokales Stadt verbietet wetterfeste Freisitze auf der Karli – Wirte planen Petition
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11:31 23.10.2015
Im Herbst möchte so mancher Karli-Wirt seinen Freisitz wetterfest einhausen – doch die Stadt hat Bedenken.  Quelle: Maxi Köhler
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Leipzig

Seit zwölf Jahren betreibt Falk Weinrich das Acapulco in der Karl-Liebknecht-Straße. Wenn der Herbst kommt, macht er seinen Freisitz mit Windschutz-Planen wetterfest. „Die Kunden möchten eigentlich das ganze Jahr draußen sitzen“, sagt er. Doch der Stadt sind die Einhausungen auf dem schicken Boulevard ein Dorn im Auge.

„Das Gewerbeamt hat mir sogar mit Entzug der Konzession gedroht“, ärgert sich Weinrich. Andere Gastronomen haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Jetzt gehen sie auf die Barrikaden. „Wir planen eine Petition, denn wir wollen unsere Freisitze nach unseren Vorstellungen gestalten“, sagt der sagt der Acapulco-Chef, der auch Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Karli ist.

An vielen Stellen präsentiert sich die Baustelle Karli mittlerweile als schicker Boulevard. Zu schick, um bunt zu sein? Die Gastwirte wollen sich bei der Gestaltung ihrer Freisitze nicht von der Stadt gängeln lassen und bereiten eine Petition vor. Foto: LVZ

Aus Sicht der Gastronomen ist das eine Initiative für eine bunte Karli. Die neue Straße sei manchem ohnehin schon ein wenig „zu glatt gebügelt“, weiß Weinrich. Doch für die wetterfesten Freisitze sehen für die Wirte auch handfeste wirtschaftliche Gründe: „Die Gäste möchten das, und bei uns hängen auch Jobs daran“, so der Acapulco-Chef. Er will sich von den Behörden nicht einschüchtern lassen, berät jetzt mit einem Architekten, ob ein Bauantrag zur Genehmigung des Windschutzes führen kann.

Schon in den vergangenen Monaten gab es Zoff mit dem Baudezernat: Offenbar war im Gespräch, dass die Gastwirte die Freisitze gleich möblieren sollten – bis hin zu den Blumenkübeln. Aber das und die Forderung nach einer einheitlichen Markisenhöhe habe in Gesprächen mit der Stadt schon abgewendet werden können, schildert Weinrich.

Von Evelyn ter Vehn

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