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Lokales Stadt veröffentlicht neue Zahlen: Jeder zehnte Einwohner hat einen Migrationshintergrund
Leipzig Lokales Stadt veröffentlicht neue Zahlen: Jeder zehnte Einwohner hat einen Migrationshintergrund
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20:41 30.04.2014
In der Messestadt hatte 2013 etwa jeder zehnte Einwohner einen Migrationshintergrund. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Die aktuellen Zahlen finden sich in der Neuauflage des Faltblattes „Migranten in Leipzig“.

„In der Stadtverwaltung, aber auch darüber hinaus werden diese Zahlen stark angefragt, um die tatsächliche Präsenz der Migranten in Leipzig in den verschiedenen Lebensbereichen, bei Planungen und strategischen Überlegungen berücksichtigen zu können“, sagte der Integrationsbeauftragte der Stadt, Stojan Gugutschkow. Sie seien zudem wichtige Indikatoren bei der Bewertung von Integrationsprozessen.

Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in Leipzig stieg während des vergangenen Jahres nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch der Anteil an der Gesamtbevölkerung nahm zu. Während 2012 knapp 30.000 Ausländer an Elster und Pleiße lebten, waren es im nächsten Jahr knapp 33.000 Menschen. Weitere 21.000 Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Dazu zählen insbesondere Spätaussiedler und eingebürgerte Personen sowie zunehmend Kinder.

Häufigste Herkunftsländer: Russland, Ukraine, Vietnam

In Leipzig wohnten im Jahr 2013 Migranten aus 167 Herkunftsländern. Sie sind im Durchschnitt 10,7 Jahre (Männer) beziehungsweise 15,0 Jahre (Frauen) jünger als die deutsche Bevölkerung. Damit wirkten sie der Überalterung der Leipziger entgegen, teilten die Ämter mit.

Die meisten Migranten wohnen im Zentrum und im Osten der Stadt, die wenigsten in den nordwestlichen und nordöstlichen Teilen. Als größte Herkunftsländer werden Russland, die Ukraine und Vietnam genannt. Bei den anderen Migranten liegen laut dem Faltblatt die Spätaussiedler aus Russland, Kasachstan und Polen vorne.

Bei jeder achten Eheschließung war 2013 mindestens ein Ehepartner Ausländer. 2012 war dies nur bei jeder zehnten Heirat der Fall.

Arbeitslosenquote fast unverändert

Der Anteil von Schülern und Studenten mit Migrationshintergrund blieb an Grundschulen (14,9 Prozent) und Hochschulen (11,3 Prozent) etwa gleich. An den Mittelschulen stieg der Wert auf 14,5 Prozent, an Gymnasien auf 11,1 Prozent.

Die Arbeitslosenquote bei Ausländern lag 2013 fast unverändert zum Vorjahr bei 21,5 Prozent und war damit zehn Prozent höher als bei den Deutschen, gab die Stadt an.

Die Publikation mit Daten für das Jahr 2013 wurde vom Amt für Statistik und Wahlen und dem Referat für Migration und Integration aufgelegt. Das Faltblatt ist ab Montag, den 5. Mai, kostenlos in allen Bürgerämtern sowie ab sofort an der Informationstheke und im zuständigen Referat im Neuen Rathaus erhältlich. Es lässt sich zudem hier herunterladen.

boh

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