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Lokales Stadtbibliothek Leipzig zeigt 30 Meter Panoramabild des Promenadenrings
Leipzig Lokales Stadtbibliothek Leipzig zeigt 30 Meter Panoramabild des Promenadenrings
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23:59 06.03.2015
Ausschnitt aus dem Panorama vom Leipziger Promenadenring. Quelle: Lehmstedt Verlag
Leipzig

"Der Leipziger Ring gestern und heute" ist die Ausstellung überschrieben, die am 13. März, 18.30 Uhr, im Oberlichtsaal offiziell eröffnet wird. Zeitgleich hat auch das gleichnamige Buch von Jörg Dietrich Premiere, das im Leipziger Lehmstedt-Verlag erscheint (19.90 Euro). "Es wird bei der Veranstaltung erstmals verkauft", so Verleger Mark Lehmstedt.

Jörg Dietrich arbeitet als freischaffender Fotograf. Anderthalb Jahre hat er den 3,5 Kilometer langen Promenadenring detailliert abgelichtet. Und zwar aus derselben Perspektive, die eine Lithographie aus dem Jahre 1850 zeigt. Beide sind in der Ausstellung zu sehen - die Betrachter können somit eine spannende Zeitreise durch Leipzigs Geschichte unternehmen. "Es ist eine aktuelle Darstellung - auch das im Vorjahr eröffnete Trias-Haus ist mit enthalten", sagt Dietrich, der sich auf Panoramafotografie spezialisiert und im Jahr 2010 die Firma Panorama-Streetline gegründet hat. Vom Hause aus ist der 36-Jährige eigentlich Biologe. Er studierte Naturwissenschaften an den Universitäten Bayreuth, am Imperial College London sowie in Leipzig. Später arbeitete er am Hygienemuseum Dresden, aber auch bei der Internetfirma Unister. "Die Fotografie ist meine große Leidenschaft", bekennt er. Mittlerweile ist er in vielen Städten unterwegs - darunter in London und Berlin, um mit neuester linearer Foto-Panoramatechnik Häuserfassaden abzubilden. Das ist aufwendig, zumal der Fototour eine manuelle Bearbeitung am Rechner folgt, um die Bilder zu montieren. Denn die gezeigte Perspektive gibt es in der Realität so natürlich nicht.

"Ein weltweit einmaliges Projekt, beide Ansichten gegenüberzustellen", lobt Verleger Mark Lehmstedt. Dietrich habe ihn vor zwei Jahren auf der Buchmesse angesprochen. So sei zugleich die Idee entstanden, gemeinsam ein Buch zum Promenadenring herauszugeben. "Es ist das abenteuerlichste Buch, dass ich jemals gemacht habe", betont Lehmstedt, in dessen Verlag mittlerweile seit zwölf Jahren viele Publikationen über die Kulturgeschichte Mitteldeutschlands, Lebens- und Alltagsgeschichte, aber auch Fotobücher erschienen sind.

Wie die Gesamt-Montage des Leipziger Rings technisch möglich war, wird Dietrich bei der Ausstellungseröffnung erläutern. Seine Bilder sind ebenso wie die historische Lithografien auf Hartschaumplatten gebannt, werden nahtlos aneinander gehängt. Gedruckt wurde das 30 Meter lange Kunstwerk in der ­Fineart Factory auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei. Lehmstedt spricht bei der Veranstaltung darüber, wie sich der Promenadenring seit 1850 veränderte. Die Thomaskirche gehört übrigens zu den wenigen Konstanten, die es auf beiden Darstellungen gibt. Viele Straßen und damit "Durchbrüche" zur Innenstadt gab es 1850 noch nicht.

Die Schau gehört zum Programm "1000 Jahre Leipzig" und wird vom ­Kulturdezernat gefördert. Beide Pano­ramabilder werden bis zum 13. Juni ­hängen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2015

Mathias Orbeck

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