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Lokales Stadthafen und Elstermühlgraben: Oberbürgermeister übergibt erste Bauabschnitte
Leipzig Lokales Stadthafen und Elstermühlgraben: Oberbürgermeister übergibt erste Bauabschnitte
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17:37 31.08.2010
Freizeitpaddler fahren mit ihren Booten am Dienstag durch den Stadthafen mitten in Leipzig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Jedes Jahr holen wir Stück für Stück das Wasser ans Licht", sagte der Oberbürgermeister vor mehreren Hundert Bürgern. Das Projekt Stadthafen gestaltet sich laut Jung aber „noch schwierig". Die Stadt habe die Eigenanteile an der Finanzierung noch nicht zusammen. In letzter Zeit war es still um das Vorhaben geworden, bei dem durch eine europaweite Ausschreibung ein Hafenbetreiber und Investor für benachbarte Bauflächen gesucht werden soll. Diese hat laut Umweltbürgermeister noch gar nicht begonnen.

Leipzig. Der Elstermühlgraben kommt jetzt auch zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Elsterstraße ans Licht. Am Mittwoch gab es den offiziellen Spatenstich für die Umgestaltung der rund 104 Meter langen Strecke, in die vier Millionen Euro fließen. Bis Dezember 2014 soll nicht nur der Mühlgraben fertig sein. Die Friedrich-Ebert-Straße bekommt für zusätzlich 1,4 Millionen ein Brückenbauwerk.

Die 78 Meter lange Außenmole bietet eine Anlegestelle für Ruder- und Paddelboote sowie „gewässerangepasste Motorboote" (sogenannte Leipzig-Boote). So soll es möglich sein, die Stadt auf dem Wasser zu erkunden. Mit der Eröffnung des Kurses 1, die im Frühjahr 2011 geplant ist, gibt es dann einen direkten Bootsverkehr zwischen dem Cospudener See und der Innenstadt.

Verschiedene Gruppen protestierten während der Einweihung gegen eine eventuelle Nutzung des Kurses 1 durch Motorboote. Umweltschützer fürchten, dass zum Beispiel der seltene Eisvogel gestört wird und damit aus dem Gebiet verschwindet. Auf einem Transparent, auf dem der blau-orangefarbene Vogel zu sehen war, stand „Keine Motorboote im Floßgraben", auf einem anderen „Ruhe im Auwald". „Die Position der Stadt ist, dass es keinen freien Motorbootbetrieb geben wird", sagte Jung. Man werde eine lärmemissionsarme und umweltverträgliche Lösung finden. Der Umweltbürgermeister ergänzte, dass man einen Kompromiss zwischen Freizeitnutzung und Umweltaspekten zustande bringen werde.

Der zweite Bauabschnitt zur Offenlegung des Elstermühlgrabens kostete 5,3 Millionen Euro, von denen der Freistaat Sachsen rund 3,4 Millionen Euro beisteuerte. Dafür bedankte sich der Leipziger Oberbürgermeister ausdrücklich bei der Landesdirektion in seiner Rede. Nur mit städtischen Mitteln wäre dies nicht möglich gewesen.

Für die Mole sucht die Stadt noch einen Namen und ruft alle Bürger auf, bis zum 28. Februar 2011 ihre Vorschläge beim Amt für Stadtgrün und Gewässer einzureichen.  

Michael Dick

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