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Lokales Stadtplaner widmen sich City-Umfeld
Leipzig Lokales Stadtplaner widmen sich City-Umfeld
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21:36 06.12.2018
Das Areal Wilhelm-Leuschner-Platz am Rand der Leipziger City soll bald bebaut werden. Quelle: André Kempner
Leipzig

Der Titel klingt verheißungsvoll, ist aber eher etwas irreführend. Im Rathaus hat jetzt die Arbeit an einem neuen „Stadtraumkonzept: Leipzigs Innenstadt wächst über den Ring“ begonnen. Wer bei dieser Bezeichnung vermutete, dass der Autoring rings um die City bald abgeschafft wird oder zumindest einige Brücken und Tunnel zur sicheren Querung für Fußgänger und Radfahrer bekommt, wurde am Donnerstag eines Besseren belehrt.

Tangentenviereck bildet Rahmen

Bei einer Pressekonferenz erklärten Vertreter des Baudezernates, dass es vielmehr um einen Gesamtblick auf das ganze Gebiet innerhalb des Leipziger Tangentenvierecks gehe – also alle Stadtviertel zwischen den Straßenzügen der Leutzscher Allee, Am Sportforum, Kurt-Eisner-Straße und dem Gerichtsweg in Reudnitz.

Freiflächen sollen verknüpft werden

Schon bald dürften dort etliche Brachflächen bebaut werden – zum Beispiel der Leuschnerplatz oder das große Areal westlich vom Hauptbahnhof, sagte Stadtplaner Stefan Heinig. Dies führe zu noch mehr Enge und Verkehr im ohnehin am dichtesten besiedelten Teil von Leipzig. Damit die Lebensqualität nicht sinkt, wolle die Kommune möglichst viele der ebenfalls neu entstehenden Freiflächen zu einem „öffentlichen Raum verknüpfen“. Die letzte Fortschreibung des Verkehrskonzeptes für die Innenstadt liege zehn Jahre zurück, ergänzte Torben Heinemann, Planungschef im Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA). „Inzwischen haben wir hier aber zum Beispiel viel mehr Lieferverkehr.“

City-Haltestellen sind oft überfüllt

Auch reichten die City-Haltestellen für immer mehr Passagiere in Straßenbahnen und Busse kaum noch aus. „Hier denken wir gemeinsam mit den LVB darüber nach, nach Vorbild der Autos eine Art Tangentenviereck zu schaffen, um die City zu entlasten.“ Ein Stichwort dazu sei die Schaffung einer „starken Südsehne“: Wie berichtet, wollen die LVB entlang der Kurt-Eisner-Straße autonom fahrende Busse einsetzen.

Bald Radverkehr auf dem Ring

Mit dem nun gestarteten Planungsprozess, der 2020 in die Öffentlichkeitsbeteiligung münden und 2021 sein Ziel erreichen soll, beteilige sich Leipzig als „Leitpartner“ an einem EU-Projekt, an dem auch fünf andere europäische Städte teilnehmen. Parallel dazu sollen schon 2019 viele konkrete Entscheidungen fallen, betonte VTA-Leiter Michael Jana – zum Beispiel zu Tunnellösungen für die Nordtangente oder für die Jahnallee, für den per Gerichtsbeschluss erzwungenen Fahrradverkehr auf dem City-Ring oder die Frage, ob der Verkehr unmittelbar vor dem Hauptbahnhof anders geregelt wird.

Von Jens Rometsch

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