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Lokales Stadtrat Leipzig: Kongreßhalle am Zoo wird weiter saniert - 17,7 Millionen Euro Kosten
Leipzig Lokales Stadtrat Leipzig: Kongreßhalle am Zoo wird weiter saniert - 17,7 Millionen Euro Kosten
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19:20 17.04.2013
Die Kongreßhalle am Zoo wird seit 2010 zum hochmodernen Tagungszentrum umgebaut. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die FDP-Fraktion hatte allerdings Bedenken geäußert, dass das Kongressgeschäft anderen Stadtbetrieben wie dem Gewandhaus bei Vermietungen das Wasser abgraben könnte.

Im Sommer wird wieder gebaut an der denkmalgeschützten Kongreßhalle aus dem Jahr 1900. Südflügel und Großer Saal, Richard-Wagner-Saal und Weißer Saal, der Obergeschoss des Nordflügels und ein neues Zoorestaurant stehen auf der Agenda. Wenn alles fertig ist, warten im Herzen Leipzigs 14 Veranstaltungsräume darauf, mit Leben gefüllt zu werden.

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Zoo Leipzig treibt Projekt als Bauherr voran

„Wir freuen uns sehr, dass sich alle Verantwortlichen weiterhin zu dem anspruchsvollen Projekt bekennen“, teilte Zoo-Direktor Jörg Junhold nach der Ratsentscheidung mit. Der Zoo fungiert als Bauherr und finanziert 6,9 Millionen Euro. Dieselbe Summe trägt die Stadt Leipzig, für weitere 3,9 Millionen Euro sollen Fördermittel fließen. „Dass wir den Baubeginn beschließen, bevor die Mittel bewilligt sind, ist ein Risiko für den Stadthaushalt“, bemängelte FDP-Fraktionschef Reik Hesselbarth.

Die Summe wird von der Stadt zur Zwischenfinanzierung als Gesellschafterdarlehen an die Zoo Leipzig GmbH ausgereicht. Außerdem wird der Bau teurer, muss der Finanzbürgermeister drei Millionen Euro mehr als geplant in den Haushalt 2014 und 2015 einstellen.

Noch kein Pachtvertrag mit der Leipziger Messe GmbH

Nach dem zweiten Bauabschnitt will sich die Leipziger Messe GmbH um den Kongressbetrieb kümmern. Allein: Es gibt noch keinen Pachtvertrag, und das stieß sowohl den Liberalen, die den Ratsbeschluss letztlich nicht mittrugen, als auch Grünen-Fraktionsführer Wolfram Leuze bitter auf. „Es gibt eine schriftliche Absichtserklärung der Leipziger Messe GmbH“, so Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Außerdem sei die Kongreßhalle als Veranstaltungszentrum in enger Abstimmung mit Zoo und Messe entwickelt worden.

Dass die Messe weder ihrem eigenen Congress Centrum Leipzig (CCL) noch städtischen Eigenbetrieben durch das Vermietungsgeschäft schade, betonte Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos): „In den vergangenen drei Jahren musste die Messe 400 bis 500 Kongressanfragen ablehnen“, sagte er am Rande der Sitzung gegenüber LVZ-Online. Das Kongresscenter an der Neuen Messe biete bis zu 2800 Plätze. „Wenn dort eine Veranstaltung für 600 Leute gebucht ist, bekommen wir die größeren nicht mehr unter“, erklärt er.

Faber: Kultur kann von Kongressen in der City profitieren

Mittelgroße Events mit bis zu 1000 Teilnehmern könnten künftig in die Kongreßhalle ziehen, „und das ist ein extrem wachsender Markt“, so Faber. Die Kultureinrichtungen würden sogar profitieren: „Veranstalter wählen für ihren Eröffnungstag gern einen festlichen Rahmen, wie ihn Oper oder Gewandhaus bieten.“

Die Kongreßhalle an der Pfaffendorfer Straße nach einem Entwurf des Leipziger Architekten Heinrich Rust war seit seiner Einweihung als Gesellschaftshauses des Zoos über Jahrzehnte Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Nach einem Brand im Weißen Saal im August 1989 wurde das Haus komplett geschlossen. Eine Bürgerinitiative kämpfte für den Erhalt der Kongreßhalle. Mit Geld aus dem Konjunkturpaket II konnte 2010 der erste Bauabschnitt angeschoben werden. Bis alle Säle wieder in Glanz erstrahlen, werden 35 Millionen Euro in das Traditionshaus fließen.

Evelyn ter Vehn

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