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Lokales Stadtrat beschließt Schutzschirm für Vereine - 20.000 Euro zusätzlich für Freiwilligenagentur
Leipzig Lokales Stadtrat beschließt Schutzschirm für Vereine - 20.000 Euro zusätzlich für Freiwilligenagentur
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18:07 25.02.2015
Der Leipziger Stadrat hat am Dienstag einen Schutzschirm für Vereine beschlossen. (Archivbild) Quelle: André Kempner
Leipzig

Außerdem erhält die Freiwilligenagentur, die Ehrenamtliche vermittelt, künftig 20.000 Euro zusätzlich für ihre Arbeit. Die Linke konnte sich mit der Forderung nach einer "Leitstelle Bürgerschaftliches Engagement" aber nicht durchsetzen.

"Vereine sind das Rückgrat der Gesellschaft", so Skadi Jennicke, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. Immer mehr Verbände gerieten in finanzielle Nöte. Trotzdem gehe es bei dem Schutzschirm nicht vordergründig um Geld: Es gebe einen Umbruch, bei dem die Verwaltung stabile Strukturen für die Arbeit der Vereine sichern müssten.

Die Linksfraktion hatte deshalb gemeinsam mit den Grünen eine koordinierende Leitstelle in der Verwaltung gefordert. Die SPD hatte alternativ das Stadtbüro als Kontaktstelle vorgeschlagen und damit auch die Stimmen der Union gewonnen. Die CDU legte vor allem den Schwerpunkt auf die Stärkung der Freiwilligenagentur. "Wird sie gestärkt, werden alle Vereine gestärkt", sagte CDU-Abgeordnete Jessica Heller.

Freiwilligenagentur als Ansprechpartner für Bürger

Die Freiwilligenagentur agiert als Ansprechpartner für Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, aber auch für Vereine, die Unterstützung suchen. Auch Unternehmen, die sich sozial betätigen wollen, können sich an die Agentur wenden. Dieter Deissler, Stadtrat der Wählervereinigung in der von der Grünen-Fraktion, stellte ebenfalls heraus, dass die Aufgaben der Agentur mit derzeit einer Vollzeitstelle und zwei weiteren Teilzeit-Mitarbeitern kaum zu stemmen seien. Der Vorstoß, das Budget aufzustocken, fand eine breite Mehrheit im Stadtrat.

Dagegen konnten sich die Stadträte nicht mehrheitlich für einen Beirat erwärmen, in dem Vertreter der Vereine, der Verwaltung und Stadträte nach Vorstellung der Linken die Entwicklung der Vereinslandschaft gemeinsam begleitet hätten. Auch der Linken-Vorschlag eines städtischen Konzepts zur Entwicklung und Förderung der Vereine wurde abgeschmettert. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betonte allerdings, dass das Thema ja bereits durch den älteren Ratsbeschluss "Grundbekenntnis zu bürgerschaftlichem Engagement" angestoßen sei und die Abgeordneten das Thema wieder auf den Tisch bekämen.

Evelyn ter Vehn

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