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Lokales Stadtreinigung testet Hundekotbehälter - an nur zwei Standorten
Leipzig Lokales Stadtreinigung testet Hundekotbehälter - an nur zwei Standorten
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12:30 28.04.2018
Hundekotbehälter werden in Leipzigs Park aufgestellt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ob das schon der große (Rein-)Wurf wird? Im Clara-Zetkin-Park und im Johannapark hat der Eigenbetrieb Stadtreinigung jetzt jeweils einen Hundekotbehälter mit Beutelspender aufgestellt. Und zwar probeweise. „Wir wollen testen, wie diese genutzt werden“, erklärt Thomas Kretzschmar, der Erste Betriebsleiter. Die Beutel füllen die Mitarbeiter bei der Leerung nach, die wie in Parks üblich zweimal pro Woche erfolgt. Das kommunale Unternehmen setzt damit (wohl eher halbherzig) einen Auftrag des Stadtrates um, die in vielen anderen Städten verbreiteten Hundekotbehälter in Leipzig wenigstens als Pilotprojekt zu testen. Wie berichtet, hatte die Verwaltung die Grünen-Initiative vorher aus Kostengründen abgelehnt. „Der Test erfolgt in dieser Saison. Dann entscheiden wir, ob weitere Hundekotbehälter folgen“, so Kretzschmar. Der Stadtreinigungschef verweist darauf, dass die Hundehalter laut Polizeiverordnung ohnehin verpflichtet seien, ein Tütchen für die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mitzutragen. Der ordnungsgemäß verpackte Hundekot kann dann über die insgesamt 2946 Papierkörbe im Stadtgebiet und auch über die Restabfalltonne am Haus entsorgt werden. An den Hundewiesen gebe es ohnehin Abfallbehälter.

„Liebe Liese, bitte nicht auf die Wiese“ – solche Sprüche zieren künftig die orangefarbenen Abfallsammelbehälter, die die Stadtreinigung saisonal in den Parks und Grünanlagen aufstellt. Kretzschmar erhofft sich dadurch mehr Aufmerksamkeit. „Wir wollen erreichen, dass mehr Abfall in den Behältern landet und nicht auf den Wiesen und Wegen“, sagt er. Seine Mitarbeiter haben Sprüche wie „Tu es mit Wonne, rein in die Tonne“ oder „Hallo Horst, hier Abfall und Wurst“ beigesteuert. Die 1,1-Kubikmeterbehälter stehen künftig im Lene-Voigt-Park, Friedenspark oder auf der Großen Rosentalwiese. Jene im Zetkin- sowie Johannapark bleiben mit der Aufschrift „Unser Park“ beklebt.

Wie berichtet, hat die Stadtreinigung die Regie über die Leerung der Papierkörbe übernommen und den Rhythmus erhöht. Statt wie bisher zweimal werden sie entlang der Straßen dreimal die Woche, in Grünau sogar viermal geleert. Das trage dazu bei, die Stadtsauberkeit zu verbessern. Im Vergleich zu 2014 fassen die „Mülleimer“ mit 154 000 Litern elf Prozent mehr. Thomas Kretzschmar: „Natürlich gehört auch ein verantwortungsbewusster Umgang dazu. Die Behälter werden oft mutwillig zerstört oder dafür genutzt, Haushaltsabfälle zu entsorgen.“ Künftig soll die Stadtreinigung auch Papierkörbe an den LVB-Haltestellen entleeren – dafür muss jedoch zusätzliches Geld im Haushalt der Stadt bewilligt werden.

Jüngste Maßnahme in der City für mehr Sauberkeit: Imbissladen und Kioske müssen im Umfeld ihrer Verkaufsstelle transportable Behälter für den Müll aufstellen. Die Betreiber sind demnach verpflichtet, im Umkreis von 50 Metern den Müll zu entfernen, der ihnen eindeutig zuzuordnen ist. Wer sich nicht daran hält, muss bei Kontrollen mit einer Ordnungsstrafe rechnen.

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