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Lokales Stadtwerke Leipzig erhöhen ab April ihren Strompreis
Leipzig Lokales Stadtwerke Leipzig erhöhen ab April ihren Strompreis
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17:54 09.02.2012
Die Stadtwerke Leipzig erhöhen zum 1. April 2012 ihren Strompreis. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Damit reagieren die SWL auf gestiegene Netznutzungsentgelte und eine neue staatliche Umlage zur Entlastung großer Industriebetriebe.

Betroffen von der Preiserhöhung sind Standardverträge ohne bestehende Preisstabilität, wie dies beispielsweise beim Tarif Bestpreis Strom der Fall ist. In der Grundversorgung steigt der Preis pro Kilowattstunde von vormals 24,19 Cent auf 24,86 Cent brutto. Für einen durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt in Leipzig mit einem Verbrauch von rund 1800 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet das monatliche Mehrausgaben von rund einem Euro.

Stadtwerke wollen steigende Ausgaben kompensieren

Die Stadtwerke setzen damit um, was SWL-Chef Thomas Prauße bereits Ende vergangenen Jahres gegenüber LVZ-Online angekündigt hatte. „Wenn die neue Umlage kommt, müssen wir darüber nachdenken, diese an unsere Kunden weiterzuleiten“, hatte der Geschäftsführer im Dezember gesagt.

Die nun per Gesetz eingeführte Umlage nach Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) entlastet Großunternehmen mit mehr als zehn Millionen Kilowattstunden pro Jahr, bringt Netzbetreibern wie den Stadtwerken jedoch zusätzliche Kosten. Die Stadtwerke wollen diese rückwirkend zum 1. Januar 2012 entstehenden Ausgaben in Höhe von 0,151 Cent netto pro Kilowattstunde nun mit den Tarifsteigerungen für ihre Privatkunden kompensieren. 

Strompreis zuvor seit über einem Jahr stabil

Ein weiterer Grund für die Erhöhung seien die gestiegenen Netznutzungsentgelte, heißt es von den SWL. Im Vergleich zu 2011 stiegen diese um rund 4,5 Prozent. „Der Strompreis besteht mittlerweile aus rund 46 Prozent Steuern, Abgaben und staatlich veranlassten Belastungen, auf die wir keinen Einfluss haben“, erklärte Prauße am Donnerstag. „Dennoch werden wir auch zukünftig alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, um die Preise so lange wie möglich stabil zu halten.“

Im vergangenen Jahr hatten hunderte Versorger deutschlandweit Strompreiserhöhungen angekündigt. Die Stadtwerke konnten die Tarife der meisten Verträge dagegen seit mindestens einem Jahr konstant halten, wie Prauße betonte. Die letzte Erhöhung gab es am 1. Januar 2011 wegen der EEG-Umlage – damals stiegen die Kosten um rund 14 Prozent. Bereits im April hatten die Stadtwerke die Kosten wegen reduzierter Netzentgelte wieder um 5,3 Prozent gesenkt.

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Robert Nößler

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