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Lokales Stadtwerke Leipzig senken den Strompreis
Leipzig Lokales Stadtwerke Leipzig senken den Strompreis
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22:33 16.02.2010
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Leipzig

Für den durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1800 Kilowattstunden bedeutet dieses eine Ersparnis von 29 Euro in diesem Jahr. Die Stadtwerke begründeten die Maßnahme am Dienstag damit, dass sie die reduzierten Netzentgelte weiter geben.

Die Tochterfirma Netz GmbH als örtlicher Netzbetreiber hat die Entgelte gesenkt und damit einmalig die so genannten Mehrerlöse verrechnet. Damit wird eine die gesamte Branche treffende Entscheidung des Bundesgerichtshofes umgesetzt (die LVZ berichtete). Hintergrund: Netzbetreiber verlangen von den Energieversorgern für den Strom, den sie durch das Netz schicken, ein Entgelt. Nach Auffassung der Bundesrichter haben die Betreiber für den Zeitraum von November 2005 bis Ende 2006 zu hohe Durchleitungsgebühren kassiert. Dieser Mehrerlös wird nun einmalig zurückgezahlt. Die Netzentgelte machen rund ein Drittel des Strompreises aus.

Für die Stadtwerke-Kunden mit einem Grundversorgungsvertrag wurden zum 1. Januar die Tarife um rund 2,50 Euro im Monat angehoben. Das Unternehmen gab damit höhere Belastungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz weiter. Jetzt wird wieder gesenkt.

Für die 120.000 Bestpreis-Kunden bieten die Stadtwerke als Reaktion auf die geringeren Netzentgelte zum 1. April ein neues Produkt an. Es garantiere Preisstabilität bis zum 31. März 2011. Kunden, die sich jetzt dafür entscheiden, "sparen nicht nur gegenüber ihrem bisherigen Produkt, sie sichern sich darüber hinaus den günstigen Preis langfristig", sagte Olaf Hermes, Leiter Energievertrieb der Stadtwerke.

Der durchschnittliche Grundversorgungskunde der Stadtwerke zahlt im Jahr rund 80 Euro mehr als der mit einem Bestpreis. Die unterschiedliche Kalkulation haben die Stadtwerke damit begründet, dass sie für die Grundversorgungskunden nicht so sicher einkaufen können. Dieses Risiko müsse eingepreist werden.

Die Stadtwerke dürften 2009 den Gewinn kräftig gesteigert haben. Laut eines Reports der städtischen Beratungsfirma BBVL wird ein Ergebnis in Höhe von 46,7 Millionen Euro erwartet, fünf Millionen Euro mehr als geplant. 2008 waren es 35,6 Millionen Euro. Der Gewinn wird an die Stadtholding LVV abgeführt. Die LVV bezahlt mit den Überschüssen ihrer Töchter - dazu gehören auch die in einen Finanzskandal verstrickten Wasserwerke - den öffentlichen Personennahverkehr der Verkehrsbetriebe.

Ulrich Milde

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