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Lokales Städtepartnerschaft: Junge Griechin hilft in der Diakonie
Leipzig Lokales Städtepartnerschaft: Junge Griechin hilft in der Diakonie
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01:00 18.07.2013
Lebenshilfe praktisch: Die griechische Praktikantin Alexia in der Diakonie mit Rollstuhlfahrerin Christin beim Ausräumen des Geschirrspülers. Quelle: André Kempner

Organisiert hat dies der Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Thessaloniki.

Alexia besucht die Deutsche Schule in Thessaloniki. "Zuerst habe ich im Kindergarten des Forum Thomanum gearbeitet", erzählt die junge Frau, die es aber doch lieber in die Diakonie am Thonberg zog. "Später möchte ich gern etwas mit Musiktherapie tun", sagt Alexia, die nach der Sommerpause in die zwölfte Klasse kommt. Die Arbeit mit Behinderten habe ihr Spaß gemacht und ihr gezeigt, dass dies eine Option für die Zukunft ist. Nach der Schule will sie Rehabilitationspädagogik studieren - in Deutschland.

"Wir sind stolz, dass wir bei unserem ersten derartigen Bildungsprojekt gleich sechs Praktikanten in Leipzig begrüßen konnten", sagt Katrin Rosjat, die Vereinsvorsitzende. Damit soll den Gästen bei der beruflichen Orientierung geholfen werden. "Gerade junge Menschen sind gute Multiplikatoren für eine Städtepartnerschaft." Die Griechen konnten bei Partnern wie in einer Leipziger Anwaltskanzlei, bei der Diakonie, im Rechtsamt und im Amt für Bauordnung der Stadt Leipzig, im Klinikum St. Georg sowie bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH untergebracht werden. Und wohnten in Gastfamilien, deren Kinder das Humboldt-Gymnasium sowie das Evangelische Schulzentrum besuchen. Beide Schulen streben eine Partnerschaft mit der Deutschen Schule in der griechischen Metropole an. Bereits im September fliegen etwa 16 junge Leipziger nach Thessaloniki. Im April 2014 kommen 19 griechische Schüler zum Gegenbesuch an die Pleiße.

Eine Eintagsfliege soll der Besuch von Praktikanten nicht bleiben. "Es ist zwar ein Kraftakt für einen ehrenamtlich arbeitenden Verein, doch wenn wir wieder Partner finden, die Praktikumsplätze anbieten, geht es im nächsten Jahr weiter", so Rosjat. Sie ist dankbar für die Hilfe des Referates Internationale Beziehungen sowie etlicher Sponsoren. Die haben geholfen, Zoobesuche und Begegnungsabende zu finanzieren und eine Schülercard für die jungen Griechen bezahlt. Ende des Jahres fliegen Vereinsmit- glieder wieder in die Partnerstadt. Dann wird für "Studieren/Lernen in Leipzig" und Austauschprogramme geworben.

@www.leipzig-thessaloniki.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.07.2013

Mathias Orbeck

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