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Lokales Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Travnik wird 20 Jahre alt
Leipzig Lokales Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Travnik wird 20 Jahre alt
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00:19 17.06.2017
Seit 2008 gibt es in Travnik einen „Leipziger Platz“. Quelle: Stadt Leipzig
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Leipzig

Der Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Travnik wird 20 Jahre alt und wird das mit vielen Gästen – natürlich auch aus der Partnerstadt in Bosnien-Herzegowina – am 15. Juni im Leipziger Ratskeller feiern. Vize-Vereinsvorsitzende Heike König dazu vorab im Interview.

Was war der Auslöser, 1997 den Verein Leipzig-Travnik zu gründen?

Einerseits die Betroffenheit, dass es in Europa nach der Friedlichen Revolution wieder Krieg gab – 1992 bis 1995 in Bosnien und Herzegowina. Und dass kaum jemand davon mehr Notiz nahm. Andererseits, dass wir in Leipzig schon reichlich Erfahrung bei der Transformation gesammelt hatten. 1997 stand Travnik vor denselben Problemen wie Leipzig 1946 und 1990. Also Kriegsschäden beseitigen, kommunale Selbstverwaltung und Marktwirtschaft zu entwickeln. Außerdem waren und sind wir ziemlich neugierig.

Anfangs lag der Focus eher auf Hilfsgütertransporten in das vom Bürgerkrieg gebeutelte Städtchen, doch aus diesen Kontakten entwickelten sich unzählige Projekte, die zum Selbstläufer wurden. Auf welche sind Sie besonders stolz?

Vor allem natürlich auf Projekte, die die Jugend beider Städte zusammenführen: gemeinsame Choreografien der Travniker und Leipziger Tänzerinnen, konkret jener vom Kreativzentrum Grünau. Es gibt regelmäßige Basketballturniere der Jugendmannschaften von BBVL und KK Travnik und gemeinsame Konzerte der Musikschulen. Entstanden sind gemeinsame Kitaprojekte und die Partnerschaft der Albert-Schweitzer-Schule mit dem Zentrum für behinderte Kinder Novi Travnik. Inzwischen gedieh aber auch der wirtschaftliche Austausch und die Zusammenarbeit beider Städte bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Und ganz wichtig: In Travnik gibt es seit 2008 einen Leipziger Platz, den wir gebaut haben und seit 2016 eine mit deutsch-bosnischen Spendenaktionen finanzierte Orgel im Koster Guca Gora. In Leipzig haben wir eine Travniker Straße und eine auf „Travnik“ getaufte Straßenbahn.

Wer Geburtstag hat, darf sich etwas wünschen. Was wäre diesbezüglich aus dem Städtepartnerschaftsverein zu hören?

Dass in beiden Städten Menschen nachwachsen, die dafür sorgen, dass wir zum 40. Geburtstag eine noch genauso lebendige Städtepartnerschaft von unten leben können, und viele aktive Mitglieder haben. Und dass Travnik sowie Bosnien-Herzegowina dann ein beliebtes Reiseziel vieler Leipziger innerhalb der Europäischen Union geworden sind.

Von Angelika Raulien

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