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Lokales Städtevergleich – Leipzig büßt gegenüber Dresden an Attraktivität ein
Leipzig Lokales Städtevergleich – Leipzig büßt gegenüber Dresden an Attraktivität ein
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10:00 17.03.2018
Karriereatlas Quelle: Grafik: Patrick Moye
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Leipzig

Dresden kauft Leipzig immer mehr den Schneid ab. Der öffentliche Nahverkehr ist in Elbflorenz um Längen besser als in Leipzig, auch der dortige Stadtkonzern – der die wichtigsten stadteigenen Unternehmen steuert – ist im ostdeutschen Ranking Spitze, während Leipzigs LVV-Holding auf Platz vier rangiert. Jetzt hat Dresden Leipzig offenbar auch bei der Lebensqualität überflügelt. Das hat zumindest die Online-Jobbörse Yourfirm herausgefunden, die die 14 größten deutschen Städte hinsichtlich Einkommen, Arbeit, Wohnen und Lebensqualität untersucht hat. Leipzig kommt in diesem Vergleich nur auf Platz neun, Dresden auf Platz drei.

Dass München und Stuttgart diese Ranking anführen, ist nicht überraschend. Eine Überraschung ist dagegen der dritte Rang: Dresden holt sich die Bronzemedaille. Laut Studie punktet die sächsische Metropole mit einer Arbeitslosenquote (2017 im Durchschnitt 6,6 Prozent), die teils deutlich unter West-Niveau liegt, dem höchsten Anteil an hoch qualifizierten Beschäftigten in den neuen Bundesländern (36,6 Prozent) und einem starken Wachstum im Bereich Arbeitsplätze (15,2 Prozent zwischen 2009 und 2016).
Berlin mit Platz 8 im Gesamt-Ranking und Leipzig direkt dahinter komplettieren die Vertretung der neuen Bundesländer.

Der Osten holt auf

Das Studienfazit für das Trio: Der Osten holt auf. „In allen drei Städten wächst das verfügbare Einkommen überproportional, ausgehend allerdings von einem niedrigen Niveau“, heißt es in der Untersuchung. So verbuchten die Berliner Haushalte das höchste Plus (24,5 Prozent) beim verfügbaren Einkommen seit 2007, auf Platz 3 und 4 liegen Dresden und Leipzig mit einem Plus von 19,3 beziehungsweise 18,9 Prozent. Im Vergleich dazu stieg in Bremen das real verfügbare Einkommen um ein Prozent. Hinter Dresden und vor Leipzig landen im Gesamt-Ranking auf den Plätzen 4 bis 7 die Städte Frankfurt, Köln, Hamburg und Nürnberg. Auffallend gut schneidet Leipzig dagegen bei den durchschnittlichen Mietpreisen ab: Essens Wert von 7 Euro pro Quadratmeter folgt Leipzig mit 7,10 Euro gefolgt von Dortmund mit 7,20 Euro.

Wie bereits 2014 landete München auf dem Siegertreppchen. Dies liege an der „guten Infrastruktur, einem zukunftsträchtigen Branchenmix und einem ungebremsten Wirtschaftswachstum sowie (…) den hohen Löhnen“, heißt es in der Analyse. München steht unter anderem bei der durchschnittlichen Arbeitslosenquote (4,2 Prozent), dem Bruttoverdienst (4033 Euro im Jahr 2016) und dem Anteil hoch qualifizierter Beschäftigter (42,3 Prozent) weit oben. Allerdings gibt es „massive Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und exorbitant hohe Miet- und Kaufpreise für Immobilien“. Die 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt liegt bei den Mietpreisen mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 20,40 Euro abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Auf Rang 2 der Gesamtrangliste findet sich Stuttgart. Die Schwaben-Metropole glänzt mit ähnlich guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Top-Gehältern, schreckt aber durch ebenfalls hohe Wohnkosten ab. Diese liegen bei durchschnittlich 14,90 Euro pro Quadratmeter.

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