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Start der Freibadsaison in Leipzig könnte sich verzögern – Eintrittspreise sollen steigen

Start der Freibadsaison in Leipzig könnte sich verzögern – Eintrittspreise sollen steigen

Der Frühling hat begonnen, der Sommer naht und im Mai sollen wie in jedem Jahr die Freibäder in Leipzig öffnen. Doch selbst wenn denn das Wetter mitspielt, könnte der pünktliche Start in die Sommersaison 2011 teilweise ins Wasser fallen, warnt der Chef der Leipziger Sportbäder GmbH, Joachim Helwing.

Leipzig. Bislang gibt es von der Stadt noch keine endgültige Entscheidung zum neuen Bäderkonzept, das die künftige Finanzierung der Freizeiteinrichtungen regeln soll und auch eine sofortige Schließung des Sommerbads Südwest in Stötteritz vorsieht. „Wir hoffen auf schnelle Klarheit, ansonsten könnte sich die Eröffnung ausgewählter Freibäder verzögern“, sagte Helwing gegenüber LVZ-Online.

Um einen pünktlichen Saisonstart im Mai zu gewährleisten können, müsse mit der Vorbereitung der Bäder bereits im März parallel begonnen werden, erklärte der Sportbäder-Geschäftsführer. Dazu gehöre neben der Einstellung von Saisonarbeitskräften auch die Instandsetzung der Anlagen, wie beispielsweise im Freibad Kleinzschocher. Dort wird derzeit unter anderem die Innenfarbe der Betonbecken vollständig abgeschliffen und eine Ausbesserung der Basins vorgenommen. Die gleichzeitige Präparierung aller fünf Bäder sei jedoch schwierig, solange sich die Stadtverwaltung bei ihrer Diskussion um deren Zukunft noch nicht klar positioniert habe.

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Leipzig. Leipzig kann wieder nach Lust und Laune planschen. Der Stadtrat segnete die Gesamtkonzeption für die Sportbäder Leipzig GmbH (SBL) ab. Danach fließen bis 2013 jährlich fünf Millionen Euro Haushaltsmittel an die Gesellschaft. "Eine große Erleichterung, wir wissen jetzt, dass wir handeln können", sagte Geschäftsführer Joachim Helwing. Vom Tisch ist nach zahlreichen Protesten die Schließung des Sommerbads Südost.

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Zwei Bäder könnten zum Saisonstart geschlossen bleiben

Bereits mehrfach wurde die Entscheidung zum Bäderkonzept im Rathaus nach hinten verschoben, bei der Ratsversammlung am Mittwoch steht das Thema gar nicht erst auf der Tagesordnung. Vor allem die Linke-Fraktion und die Grünen sprechen sich bislang gegen die Schließung des besonders bei Kindern und Familien beliebten Südost-Bads aus. Aber auch CDU und SPD sind sich noch nicht über das Aus für die Einrichtung einig. Mit 14.000 Gästen war das Freibad 2010 unter den fünf in Leipzig betriebenen das besucherschwächste, auf der Streichliste der Kommune steht es daher ganz oben.

Einen Kompromissvorschlag führt Grünen-Stadtrat Michael Schmidt ins Feld. Er plädiert für eine vorgezogene Investition in das Sommerbad Schönefeld, um durch eine Verkleinerung Personal- und Betriebskosten für die Erhaltung des Südost-Bades einzusparen. Bislang stößt er bei der Verwaltung damit auf taube Ohren, vor allem aber von der Verzögerungstaktik der Stadtspitze zeigt er sich enttäuscht. „Es ist verantwortungslos, wie sich die Verwaltung seit 2009 um eine Entscheidung für einen neuen Bäderleistungsfinanzierungsvertrag drückt“, erklärte Schmidt. Durch die Verschiebung der Entscheidung werde die Sportbäder GmbH in unsichere Gewässer geschickt, da nicht sicher sei, welche Bäder im Sommer tatsächlich betrieben werden könnten.

Sportbäder-Chef Helwing sieht das ähnlich und betont: „Wenn wir erst im April eine Entscheidung haben, können wir im Mai noch nicht öffnen.“ Betroffen davon sei neben dem Sommerbad Südost auch das Freibad Schönefeld, bei dem derzeit eine Beckenreinigung ansteht. Beim Bad in Kleinzschocher, dem Schreberband sowie dem Ökobad Lindenthal gebe es hingegen keine Schwierigkeiten. Letzteres war wegen der Verschmutzung des Badewassers im August 2010 vorzeitig geschlossen worden. Starkregen hatte hier für eine erhöhte Keimbelastung gesorgt. „Das Problem ist mittlerweile behoben“, so Helwing. Einer Öffnung stehe daher voraussichtlich nichts im Wege. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass ein ähnlicher Fall wieder eintreten könnte. „In einem ökologischen Freibad kann man auf so etwas keinen Einfluss nehmen“, meint der Sportbäder-Chef.

Eintrittspreiserhöhung kommt mit „hoher Wahrscheinlichkeit“

Neben der Zukunft der Freibäder müssen die Stadträte spätestens bis zur Stadtratssitzung am 20. April auch über eine zusätzlichen Finanzspritze für die Schwimmeinrichtungen entscheiden. Der Etat der Leipziger Sportbäder GmbH für 2011 und 2012 soll sich um 700.000 Euro auf jeweils fünf Millionen Euro pro Jahr erhöhen. „Im Endeffekt haben wir jedoch immer noch 300.000 Euro weniger als noch 2010“, betont Helwing. Die Sportbäder-Betreiber sehen sich daher gezwungen, ihre Eintrittspreise in diesem Jahr zu erhöhen. Statt 3,50 Euro könnten künftig 3,70 Euro fällig werden. „Wir haben die Preise in den letzten vier Jahren stabil gehalten, mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es in diesem Jahr eine Veränderung geben“, so Helwing.

In den Hallenbädern sollen die neuen Preise voraussichtlich erst ab Herbst gelten, in den Freibädern tritt die Erhöhung aber bereits zu Beginn der Sommersaison in Kraft. Auch wenn die möglicherweise später startet als geplant.

Robert Nößler

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