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Lokales Statistisches Jahrbuch 2013: Babyboom, mehr Unfälle mit Radfahrern und viel Sonne in Leipzig
Leipzig Lokales Statistisches Jahrbuch 2013: Babyboom, mehr Unfälle mit Radfahrern und viel Sonne in Leipzig
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15:25 16.01.2014
Leipzig in Zahlen: Die Kommune hat das 44. Statistische Jahrbuch herausgebracht. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Vor 100 Jahren erschien zum ersten Mal in Leipzig ein Statistisches Jahrbuch. Das vorliegende ist die 44. Ausgabe. „Es ist schon erstaunlich, wie viele Daten unser Leben beschreiben“, sagte Ruth Schmidt, Leiterin des Amts für Statistik und Wahlen bei der Vorstellung im Neuen Rathahaus. Das Werk versammelt die Fakten für das Jahr 2012. 16 Kapitel führen durch Lebensbereiche wie Wirtschaft, Arbeit, Kultur, Sport, Öffentliche Ordnung und vieles mehr.

Immer wieder bei den Statistikern nachgefragt sei Leipzigs Bevölkerungsentwicklung, hieß es. So wurden 2012 mit 5627 Kindern so viele im Stadtgebiet geboren wie seit 1989 nicht mehr. Die Eltern nennen die Mädchen am liebsten Marie und die Jungen Paul. Vor den weiblichen Leipzigern liegen mit Glück durchschnittlich 83,3 Jahre, während die männlichen Einwohner eine Lebenserwartung von 77,5 Jahren haben.

Rekordzuzüge: Leipzig holt wieder auf

Dass Leipzig wächst, liegt nach wie vor an den vielen Zuzügen, erklärten Schmidt und ihr Kollege Peter Dütthorn, in der Abteilung Statistik Herr der Zahlen. In den vergangenen beiden Jahren gab es 20.000 mehr Zu- als Wegzüge. Durch den Zensus 2011 war die Einwohnerzahl Leipzigs für das Jahr der Zählung um 21.350 nach unten korrigiert worden – diese Minus hat die Messestadt fast wieder aufgeholt.

Mit steigenden Einwohnerzahlen sind in Leipzig auch immer mehr Autos unterwegs. Waren es 2008 noch 212.868, stieg die Zahl bis 2012 auf 230.296 Autos an. Auf hohem Niveau stabil blieb die Zahl der Verkehrsunfälle: 14.485 wurden gemeldet. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern stieg allerdings gegenüber 2011 um mehr als 100 auf 1240 an. 425 davon wurden laut Statistik von Radlern verursacht. Drei Menschen wurden getötet, und 846 Mal ging der Unfall nicht ohne Verletzungen ab.

Schön-Wetter-Zahlen

Und auch diese Wahrheiten gehören zur Pleißestadt: So erhielten 71.124 Menschen Hartz IV-Leistungen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In den Bedarfsgemeinschaften lebten 17.320 Kinder unter 15 Jahren unter den finanziell sehr eingeschränkten Bedingungen. Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Erwerbstätigen, und die Arbeitslosenzahl lag mit 28.663 Menschen so niedrig wie zuletzt Ende der 1990er Jahre. Das Haushaltsnettoeinkommen lag im Durchschnitt aber nur bei 1500 Euro.

Zum Schluss das Wetter: Schaut man in die Zahlen, war das Jahr 2012 warm und sonnig in Leipzig, nämlich 9,9 Grad im Durchschnitt. Damit lag die Temperatur 1,1 Grad über dem langfristigen Mittel. Petrus bescherte der Stadt 1784 Sonnenstunden, und der 20. August war mit 37,2 Grad der heißeste Tag des Jahres. Wer die Eistage zählen will, kann das Jahrbuch übrigens auch im Internet unter www.leipzig.de/statistik einsehen. Wie die Stadt mitteilte, werden im Netz auch die Zahlen für das Jahr 2013 ab März wieder fortlaufend veröffentlicht.

Evelyn ter Vehn

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