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Lokales Staus durch Sperrung der Karl-Heine-Straße in Leipzig
Leipzig Lokales Staus durch Sperrung der Karl-Heine-Straße in Leipzig
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08:59 07.05.2018
Auf der Jahnallee ging es am Montagmorgen nur im Schritttempo voran. Quelle: privat
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Leipzig

 Verkehrsteilnehmer brauchen in der Messestadt seit Montagmorgen gute Nerven. Im Leipziger Westen hat der Neubau der Plagwitzer Brücke auf der Karl-Heine-Straße begonnen. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Durch die neue Großbautelle kam es am Morgen im Berufsverkehr zu erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den Alternativrouten, vor allem auf der Jahnallee, teilweise auch auf der Antonienstraße.

Das vorhandene Bauwerk stammt noch aus dem Jahr 1961 und war ursprünglich nur als Behelfsbrücke geplant – musste dann aber mehr als ein halbes Jahrhundert täglich Tausende Fahrzeuge buchstäblich (er)tragen. Durch fortwährende Erosion und Belastung hat die unscheinbare Überführung inzwischen erheblich an Standfestigkeit eingebüßt und wird von Experten deshalb als sehr kritisch und nicht reparabel eingestuft. Eigentlich sollte die notwendige Kompletterneuerung auch schon im vergangenen November beginnen, aufgrund von ausstehenden Fördermitteln verzögerte sich der Baustart jedoch. Wegen der Bauarbeiten muss die wichtige West-Magistrale für 16 Monate komplett gesperrt werden.

Umleitungsplan für die gesperrte Plagwitzer Brücke . Quelle: Stadt Leipzig / Verkehrs- und Tiefbauamt

Mehr Kopffreiheit für Wassersportler

Der Neubau der etwa 40 Meter langen Brücke ist Teil der gemeinsamen Sanierungsmaßnahme Karl-Heine-Straße von Stadt Leipzig, Verkehrsbetrieben (LVB) und Wasserwerken (KWL). Insgesamt etwa 6,3 Millionen Euro werden dafür benötigt, heißt es aus dem Neuen Rathaus. Im Gegensatz zur bisherigen Lösung soll die künftige Brücke ein sogenanntes Einfeldbauwerk über die komplette Breite der Weißen Elster werden, ohne zusätzliche Pfeiler. Für Wassersportler soll es danach auch etwas mehr Kopffreiheit zum Durchfahren geben: 1,90 Meter in der Höhe. Dafür muss die Straße vor und hinter dem Bauwerk ein Stück angehoben werden, heißt es.

Die Wasserwerke legen dort eine Trinkwasserleitung entlang, die Stadtwerke Gas- und Stromleitungen, HLKomm und Telekom eigene Verbindungen. Überirdisch wird der Verkehrsraum auf der 22 Meter breiten Brücke komplett neu geordnet, mit Gehwegen (drei Meter breit), Radwegen (mindestens 1,50 Meter und mit Sicherheitsstreifen), Auto-Fahrspuren für Geradeaus- und Linksabbieger in die Nonnenstraße und neuen Gleise für die Straßenbahnen.

Warnschilder auf der Käthe-Kollwitz-Straße künden bereits von der Vollsperrung. Quelle: Dirk Knofe

Umleitungen über Schleußiger Weg und Antonienstraße

Parallel zu den Bauarbeiten der Brücke soll auch die Karl-Heine-Straße zwischen Erich-Zeigner-Allee und Ferdinand-Lassalle-Straße saniert werden. Dabei entsteht unter anderem eine behindertengerechte Haltestelle „Nonnenstraße“, deren Haltepunkt in westliche Richtung auf die Brücke verlagert werden muss, heißt es in den Planungen. Nicht zuletzt soll in der Grünfläche Klingerhain zwischen Klingerweg und Nonnenstraße die Wegeführung verbessert werden.

Für den Autoverkehr ist in diesem Zeitraum ein Durchkommen unmöglich. Aus östlicher Richtung geht es nur bis zum Klingerweg, aus westlicher Richtung bis zur Erich-Zeigner-Allee. Der Durchgangsverkehr wird während der gesamten Bauzeit großräumig in beiden Richtungen über Schleußiger Weg, Rödelstraße und Antonienstraße umgeleitet. Dabei wird der Verkehr von der Karl-Heine-Straße über die Gießerstraße beziehungsweise Erich-Zeigner-Allee geführt.

Blick in östliche Richtung auf die Plagwitzer Brücke. Quelle: Dirk Knofe

Von Matthias Puppe

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