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Steigende Baupreise durch Konjunkturpaket II in Leipzig – letzte Projekte vor dem Abschluss

Steigende Baupreise durch Konjunkturpaket II in Leipzig – letzte Projekte vor dem Abschluss

Endspurt für das Konjunkturpaket II in Leipzig: Die letzten drei von insgesamt 105 Bauprojekten durch das Förderprogramm der Bundesregierung stehen kurz vor dem Abschluss.

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Die Sanierung der Tribüne im Leipziger Scheibenholz wird durch das Konjunkturpaket II mit 4,3 Millionen Euro gefördert. Bis Ende November sollen die Arbeiten an der Pferderennbahn abgeschlossen sein.

Quelle: dpa

Leipzig. Bis Ende November sollen die Arbeiten an der Kongresshalle am Zoo, der Tribüne an der Pferderennbahn im Scheibenholz und der Dreifeldersporthalle an der Radrennbahn beendet sein, sagte Leipzigs Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) am Dienstag.

Die Baubranche in der Messestadt habe von den Zusatzinvestitionen enorm profitiert, zog zur Nedden ein positives Fazit. Der Aufschwung führte gleichzeitig jedoch zu deutlich steigenden Preisen. Wegen der vollen Auftragsbücher bei Baufirmen lägen die Kosten für Investitionen derzeit rund 15 Prozent höher als noch vor zwei Jahren, erklärte Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU) gegenüber LVZ-Online.

Konjunkturpaket-II-Projekte in Leipzig

vom Stadtbad bis zur Kongresshalle

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Leipzig. Endspurt für das Konjunkturpaket II in Leipzig: Die letzten drei von insgesamt 105 Bauprojekten stehen kurz vor dem Abschluss. Bis Ende November sollen die Arbeiten an der Kongresshalle am Zoo, der Pferderennbahn-Tribüne im Scheibenholz und der Dreifeldersporthalle an der Radrennbahn beendet sein. Insgesamt wurden 81,4 Millionen Euro investiert - der Aufschwung in der Baubranche führte jedoch zu deutlich steigenden Preisen.

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Ein Teil der fast 1900 Vergabeverfahren für das Konjunkturpaket II musste wegen mangelnder Teilnahme oder zu hoher Preise sogar aufgehoben werden. „Wir hoffen, dass sich die Lage wieder normalisiert“, sagte zur Nedden. Teilweise habe das Konjunkturpaket jedoch auch zu Lieferengpässen und einem steigenden Fachkräftemangel geführt. Die Folge: Terminprobleme auf den Baustellen.

So konnte der erste Bauabschnitt bei der Sanierung der Kongresshalle – mit 12,1 Millionen Euro das teuerste Projekt – nicht wie geplant im Sommer abgeschlossen werden. Auch die energetische Modernisierung der Scheibenholz-Tribüne, die mit rund 2,1 Millionen Euro gefördert wurde, dauert länger als geplant. „Nach unseren Kenntnissen werden die Baustellen bis zum 30. November abgeschlossen sein“, so zur Nedden, der das Konjunkturpaket II als „vollen Erfolg“ für die regionale Wirtschaft wertete. Mehr als 80 Prozent der Bauaufträge seien an Firmen im Kammerbezirk Leipzig vergeben worden. Bei den Planungsaufträgen waren es sogar 95 Prozent, berichtete Hochbauamtsleiter Raimund Krell.

Vor allem Schulen und Kitas profitieren

Das Konjunkturpaket II war im Januar 2009 von der Bundesregierung und den Ländern als Finanzhilfe gegen die Wirtschaftskrise geschnürt worden. Leipzig erhielt 62 Millionen von dem 50 Milliarden Euro umfassenden Förderprogramm. Damit wurden 90 Prozent der bereitstehenden Fördermittel in der Messestadt ausgenutzt. Zusammen mit Eigenmitteln der Kommune konnten so insgesamt 81,4 Millionen Euro in Projekte investiert werden, die sonst gar nicht oder erst deutlich später realisiert worden wären.

Neben verschiedenen Straßensanierungen, der Modernisierung des Stadtbad-Dachs oder dem Neubau der Sporthalle an der Radrennbahn profitierten vor allem Schulen und Kindertagesstätten in der Messestadt von den Finanzspritzen. So konnte die Adolph-Diesterweg-Förderschule im Leipziger Osten für rund 7,7 Millionen Euro komplett saniert und erweitert werden. Für insgesamt fast sechs Millionen Euro wurden die Erich-Zeigner-Grundschule in Plagwitz und die Franz-Mehring-Grundschule in Stötteritz modernisiert. Die Kitas in der Sternwartenstraße und der Holsteinstraße erhielten für jeweils knapp eine halbe Million Euro ein neues Dach und eine neue Fassade.

Leipzig lässt Fördermittel in Millionenhöhe ungenutzt

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Die Kongresshalle am Leipziger Zoo: 12,1 Millionen Euro kostete der erste Bauabschnitt der Sanierung. Auch hier kamen die Mittel aus dem Konjunkturpaket II.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Zur Nedden bezeichnete das Konjunkturpaket II rückblickend als einen „warmen Regen für die Stadt Leipzig“. Insgesamt 241 Millionen Euro konnte die Kommune deshalb im Jahr 2010 in neue Projekte stecken – mehr als in den beiden Jahren 2011 (110 Millionen Euro) und 2012 (Planentwurf: 113 Millionen) zusammen. „Ohne das Konjunkturpaket sind wir künftig nicht in der Lage, in diesem Umfang weiter zu investieren“, stellte Bonew klar.

Der Finanzbürgermeister formulierte jedoch als Ziel, Bauabläufe zu straffen, um so mehr Fördergelder in Anspruch nehmen zu können. 2010 waren von den zur Verfügung stehenden 241 Millionen Euro nur 72 Prozent genutzt worden, weil Bauprojekte nicht rechtzeitig angeschoben wurden. Dem soll mit einem früheren Haushaltsentwurf und längerfristigen Investitionsprogrammen entgegengewirkt werden. „Eine Beschleunigung ist möglich“, so der Finanzbürgermeister. Er erhofft sich damit auch mehr Geld für Investitionen in Straßen, Schulen und Kitas, die sich die Stadt in den kommenden Jahren zur Hauptaufgabe gemacht hat.

Robert Nößler

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