Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Steinmeier fordert in Leipzig klares Bekenntnis zur Religionsfreiheit
Leipzig Lokales Steinmeier fordert in Leipzig klares Bekenntnis zur Religionsfreiheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:33 30.06.2017
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa
Leipzig - 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Christen dazu aufgerufen, sich klar gegen die Verfolgung von Gläubigen weltweit auszusprechen. „Die Freiheit des Glaubens ist unveräußerliches Menschenrecht!“, sagte Steinmeier am Freitag beim Eröffnungsgottesdienst der Weltgemeinschaft reformierter Kirchen in der Leipziger Nikolaikirche. Verfolgung treffe Menschen vieler Konfessionen, „aber es trifft mit neuer Härte gerade auch Christen im Nahen und Mittleren Osten“, sagte Steinmeier, der selbst reformierter Christ ist. Gewalt müsse klar als Unrecht benannt werden, auch wenn Aufmerksamkeit allein Unrecht nicht aufhalten könne.

Vor den Gläubigen aus vielen Ländern wies Steinmeier auf die Bedeutung der Nikolaikirche für die Friedliche Revolution in der DDR hin. „Hier haben Menschen die Freiheit erfahren, die zum aufrechten Gang erst ermächtigt“, sagte er. In der Nikolaikirche trafen sich in den 1980er Jahren DDR-Bürger zu Friedensgebeten. Das Gotteshaus war Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen, die schließlich zum Ende der DDR beitrugen.

Die Weltgemeinschaft reformierter Kirchen trifft sich vom 27. Juni bis zum 7. Juli 2017 in Leipzig zu ihrer 26. Generalversammlung.

Von LVZ